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Zweiter Band.
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Diabas.

sich nicht als eine Umwandlung im Sinne einer Zersetzung durch Einwirkungvon Wasser und Kohlensäure, nicht als ein Verwitterungsprocess auffassen lasse,sondern von besonderen Verhältnissen abhängig und an bestimmte Bedingungengeknüpft sei; auch spreche für diesen allgemeinen Namen der Umstand, dassman in vielen Fällen nicht entscheiden könne, welches das Urgestein war, z. B.ob Diabas oder Gabbro. Ist letzteres auch zuzugeben, so erweckt doch der NameUralitit der Analogie nach die Vorstellung, als ob das Gestein fast allein ausUralit bestehe, und verschweigt auch die etwa vorhandene Beziehung zum Diabas.Lossens Vorschlag, hier von uralitisirtem oder amphibolisirtem Diabas zu reden,ist nicht empfehlenswerth, weil der Diabas als solcher nicht uralitisirt worden ist,sondern nur sein Augit. Nur mit Unrecht würde man von vorn herein in allenUralitdiabasen Producte des Gebirgsdrucks erblicken, da sie oft ganz richtungs-los struirt, keineswegs geschiefert Vorkommen und keine kataklastischen Erschei-nungen an ihnen erblickt werden. Zu bemerken ist, dass nicht jedes Aggregatvon vorwaltendem Plagioklas und Uralit aus Diabas entstanden zu sein braucht:abgesehen von dem ähnliche Umwandlungsproducte liefernden Gabbro kann esauch ein Diorit mit primärer brauner Hornblende gewesen sein, wobei die letzterein faserigen grünen Amphibol umgestanden ist, wie dies auch G. H. Williams fürGesteine des Menominee- und Marquette-Districts hervorhebt, wo die secundäregrüne Hornblende zurückverfolgt werden kann in braune compacte basaltische,und letztere als primär gelten müsse, wenn man nicht annehmen wolle, dass sieselbst ein Umwandlungsproduct von Augit sei (Bull. U. S. geolog. survey, Nr. 62.1890. 198).

Zum Uralitdiabas wären u. a. zu stellen die durch Kloos (N. Jahrb. f. Min.1885. II. 82) beschriebenen Gesteinsblöcke von Ebersteinburg im nördl. Schwarz-wald : mittelkörnig, bestehend aus gestreiften Feldspathleisten (nach der Aus-löschungsschiefe dem Bytownit genähert), grösseren gedrungenen Säulen undschilfartigen bisweilen flaserigen Gestalten von grüner faseriger uralitischerHornblende, auch kleinen compacten Hornblendekörnern, Biotit, dessen anMikrolithen reiche Blättchen und Schuppen mit dem Uralit verwoben sind, reich-lichen kleinen Quarzkörnern, welche mit kleineren, meist ungestreiften und des-halb grösstentheils zum Orthoklas gezählten Feldspathkörnern ein Gemengebilden, Erz mit Leukoxenbildung, spärlichem Apatit; von Augitresten ist nichtszu gewahren, nur hin und wieder eine Erinnerung an achtseitige Umgrenzung. Zu den Gesteinen, welche nur so umgewandelte Diabase sind, gehört auch der»Diorit« von der Bosstrappe im Harz ; »neugebildete Hornblenden sind es, dieC. W. C. Fuchs Veranlassung gegeben haben, hier von Diorit, Gümbel und Ro-senbusch von Proterobas zu reden, während 0. Schilling in seiner Dissertationbereits, Zincken folgend, die Zugehörigkeit des Gesteins zum Diabas ahnte, irrigerWeise aber die Hornblende verkannt hat« (Lossen, Sitzgsber. naturf. Freunde,Berlin 1878. 93). Auf Cypern wird die Mittelzone des Tröodos-Gebirges zurHauptsache aus Uralitdiabas aufgebaut, d. li. aus einem ophitisch struirten Ge-stein mit einem dem Anorthit nahestehenden vielfach saussuritisii'ten Plagioklas