Uralitdiabas. Epidiorit.
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und uralitischer Hornblende, welche mit divergentstrahligen Partieen die Lückenzwischen den Feldspathen ausfüllt; als primär geltende Hornblende fehlt, auchfehlen Augitreste im Uralit; Quarz theils primär, zum grössten r J*heil secundär;accessorisch Magnetit, Titaneisen, Apatit; bei der Umwandlung der uralitischenHornblende erscheinen namentlich Chlorit, Epidot, Magnetit (Alfred Bergeat,Min. u. petr. Mitth. XII. 1892. 281). —■ In den Graniten Smälands treten mancheselbständige Gänge von Uralitdiabas (Plagioklas und Uralit, bisweilen in derAugitform, nebst secundärem Epidot) auf, bilden auch die Salbänder von Quarz-porphyrgängen; der Chloritgehalt wird grösstentheils aus dem Feldspath ab-geleitet (Eichstädt, Stockh. geol. fören. förh. 1882—3; 709). — Auf der west-indischen Insel Aruba (nach Kloos). — D. mit amphibolisirtem Pyroxen undsehr frisch gebliebenem Plagioklas bildet am Ostende der Hauptinsel der Falk-land-Gruppe das gewaltige Trümmerfeld »Stone River« (Renard, Petrology ofocean. isl. 1889. 101).
Weiterhin hatte Gtimbel in jener Schrift über die palaeolithischen Eruptiv-gesteine des Fichtelgebirges 1879 von den eigentlichen Dioriten blassgrüne,zwischen obercambrischen und untersilurischen Schichten schmale Gänge bildendeGesteine als Epidiorite abgetrennt. Der Name wurde diesen vor- oder tief—silurischen Vorkommnissen ertheilt, wegen »ihrer Ähnlichkeit mit dem Dioritder primitiven Formationen und ihres relativ geringeren Alters«. Von grosserZähigkeit und sich mit einer eigenthümlich fettig anzufühlenden Verwitterungs-rinde bedeckend, sind sie der Beschreibung nach ausgezeichnet durch einenüberwiegenden Gehalt an lichtgrüner starkfaseriger pleochroitischerHornblende, daneben Plagioklas; untergeordnet erscheinen blassgrünlicher oderröthlichbrauner Augit (bisweilen ganz fehlend, d. h. ganz verschwunden), chlo-ritische Substanz (sog. Chloropit, entstanden aus Hornblende und Augit) in un-regelmässigen Putzen, Apatit, Eisenkies, Titaneisen mit Leukoxen oder Magnetit;der Feldspath ist nach der Analyse z. Th. Labradorit, z. Th. durch eine saussurit-artige Substanz ersetzt. Ein Theil der faserigen Hornblende, in welcher nochReste von Augit stecken, wird dem Uralit zugerechnet; Magnesiaglimmer istäusserst spärlich; der Quarz wird nebst dem Calcit als secundär betrachtet, aufGangschnüren und Adern finden sich Quarz, Asbest, Epidot, Albit. Als hervor-ragende Punkte des Epidiorits führt Gümbel an: Eisenbühl bei Naila und beiHirschberg, Moos, Blankenstein, Tiefengrün, Berg, Goldkronach, Metzlersreuth im Fichtelgebirge, Sauerstein bei Königssee unfern Saalfeld , auch Gökum inSchweden . — Der Name Epidiorit ist später vielfach für massige, bisweilen ver-steckte Schieferstrnctur aufweisende Plagioklasgesteine benutzt worden, welchemit oder ohne primären Quarz unter anderem ausgezeichnet sind durch grüne,in schilfig-faserigen Aggregaten, Büscheln und vereinzelten Nadeln auftretendeHornblende, wobei dann der Begriff des Epidiorits (ähnlich demjenigen desProterobases) in sofern über den ursprünglichen hinaus erweitert wurde, als fürdenselben nur die Ausbildung der Hornblende, nicht mehr gleichfalls das geo-logische Alter und Auftreten maassgebend war; damit verlor dann allerdings