Epidiabas.
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Chlorit und eines Theiles von Plagioklas hauptsächlich in Albit und Calcit indas jetzt vorliegende dioritische Gestein umgeändert hat.«
Lossen in seinen Untersuchungen über Harzer Vorkommnisse und Rosen-busch (Mass. Gest. 1887. 204) haben sich dieser Auffassung angeschlossen, zu-gleich aber auch die Umwandlung selbst mit dem Auftreten der Epidiorite imdislocirten Gebirge in Verbindung gebracht, sie als ein Product,der Dynamo-metamorphose oder Gebirgspressung betrachtet. Wenn betont wird, dass dieserTypus lediglich in gestörten, niemals in ungestörten Schichtensystemen gefundenwird, so gilt es andererseits doch nicht zu vergessen, dass auch in sehr gestörtemSchichtenbau ganz normal verbliebene Diabase —■ in Ostthüringen in unmittel-barer Nachbarschaft mit den Epidioriten —■ an unzähligen Stellen bekannt sind.
Um Verwechslungen zu vermeiden und die Nomenclatur richtiger zu ge-stalten, wäre es angesichts des Umstandes, dass die ursprüngliche Bedeutung desNamens als eines jüngeren Diorits doch in zwiefacher Weise nicht mehr zutrifft,'angemessen, den Namen Epidiorit in Epidiabas zu verändern, indem dabei'diePräposition in dem Sinne gefasst wird, wie er in dem Worte epigenetisch zurGeltung kommt.
Nach dem Vorstehenden würde der Epidiabas (sog. Epidiorit) ein weiteresUmwandlungsstadium bezeichnen als der Uralitdiabas. Seine Hauptcharakteristikliegt darin, dass nicht nur der Augit in Uralit umgesetzt ist, sondern auch dieFeldspathe z. Th. verändert sind (in Epidot, Zoisit u. s. w.), dass neben der ura-litischen auch aktinolithische Hornblende entstanden ist, dass secundäre Am-phibole sich allerorts im Gestein durch Wanderung angesiedelt haben, dass einTheil des Feldspaths die Kennzeichen einer Neubildung an sich trägt, dassQuarz-Feldspath-Mosaik bisweilen zur Entwickelung gelangte und auch diePrimärstructur kaum oder nicht mehr erhalten ist, sondern vielfach SchieferungPlatz gegriffen hat. So stellen sich die Ed.e häufig als ein Zwischenstadium beider Metamorphose von Diabas in Amphibolit oder Hornblendeschiefer dar. Dain den letzteren Feldspath als solcher oft ganz zurücktritt und auch an seinerStelle sich kein Aggregat von Epidot, Zoisit oder sonst aus ihm derivirenderUmwandlungsproducte findet, so fragt es sich, was aus dem diabasischen Feld-spath bei dieser Gelegenheit geworden sei; diese Frage ist von Einigen dahinbeantwortet worden, dass auch der Feldspath selbst sich in amphibolische Sub-stanzen umgewandelt habe, eine Angabe, die wohl noch besseren Erweises be-darf. Wo der Feldspath ganz frisch und wasserklar ist, keine Saussuritisirungzeigt und Einschlüsse von Strahlsteinnadeln enthält, ist es wahrscheinlich, dasser nicht mehr als ursprünglicher Diabasplagioklas aufzufassen ist, sondern alseine Neubildung aus dessen Zersetzungsproducten. Hin und wieder prägt sichin der Gruppirung des dem Anschein nach neugebildeten Feldspaths derart einAnklang an ophitische Structur aus, dass man glauben möchte, er sei genau ander Stelle des alten Diabasplagioklases entstanden. Bisweilen erinnern die secun-dären gefärbten Mineralien in der Form ihrer Aggregate noch mehr oder wenigeran die Vertheilung der Augite in den Diabasen. — Doch gibt es viele Gesteine,