648
Diabas.
welche unter den Begriff Epidiabas fallen, und weder als Massen noch im Präparatirgend eine Schieferung oder Parallelstructur aufweisen, ganz richtungslos struirtsind, und auch keine Kataklas-Erscheinungen im Kleinen darbieten; hier liegtgar kein Anzeichen dafür vor, dass die Uralitisirung und anderweitige Mineral-veränderung eine au eh nur mittelbare Druckwirkung sei.
Zu den Epidiabasen (Epidioriten) gehören oder werden gestellt ausser dengenannten: Vorkommnisse in den Vogesen (Chateau Lambert, Oberbruck, Saulx,Dolleren, Biarville, Sanelberg bei Barr u. a. 0., Rosenbusch, Mass. Gest. 205). —Von Champ St. Veron in den Ardennen (nach de la Valide Poussin und Renard).— Vermuthlich manche der von v. Lasaulx beschriebenen sog. Diorite aus demDevongebiet zwischen Saar und Mosel. — Gangvorkommnisse aus den unter-silurischen Grauwackenschiefern nördlich von Prag (Helmhacker, s. Diorit). —Feinkörnige Gänge von Ed., früherem ophitischem Diabas, durchsetzen den Gabbrozwischen Coverack und Manacle Point im Lizard (Teall, Geolog. Magaz. 1886.481). Ed. aus den untersilurischen Schiefern der Grafschaft Wicklow (Aughrim-Thal, Woodenbridge) ist nach Hatch Product dynamischer Metamorphose vonDiabas, dessen ophitische Structur noch andeutungsweise erhalten ist; der Feld-spath ist vielfach mosaikähnlich zerbröckelt, bisweilen hat sich, in den dünnerenLagen gänzlich, in den mächtigeren an den Grenzflächen, schieferige Structurentwickelt, wobei eine Ähnlichkeit mit Diabastuff entsteht; bei weiter fortschrei-tender Umwandlung wird die aus Augit entstandene Hornblende zu Chlorit, derFeldspath zu Epidot, Titaneisen geht zunächst in Leukoxen, dann in Titanitüber (Geolog. Magaz. 1889. 261). — Ed.e bilden im n.w. Irland bei Raplioe inCo. Donegal und St. Johnstown in Co. Londonderry intrusive Gänge und Lagerin Quarziten und Glimmerschiefern und sind bald deutlich, bald kaum ersichtlichgeschiefert. »Wo gleichzeitig mit der Uralitisirung oder auf diese folgend Be-wegungsvorgänge eintraten, ist die Hornblende in unzählige Fasern zersplittert,welche an der allgemeinen Bewegung theilnehmen; in den sehr verändertenVarietäten gewinnt die Hornblende einen entschieden aktinolithischen Charakter,indem sie lange grüne oder bläulichgrüne Prismen bildet und in demselben Maassenimmt auch die Schieferigkeit zu, wobei Flächen der Bewegung mit amiant-artigem Aktinolith bedeckt werden.« Zwischen dem Amphibol finden sich vieleBiotitlamellen, auch Epidot und Zoisit sind sehr verbreitet; secundärer Quarznicht selten, wenig Calcit; Augit absolut nicht mehr vorhanden. Der Gehalt anFeldspath steht immer der Hornblende nach und kann gelegentlich sehr geringwerden, »as the hornblende appears to displace the feldspathic constituent«. DieVeränderung des Feldspaths führt zu seiner »granulation«, welche Judd für einenKrystallisationsprocess erklärt, »going on under the influence and control ofpowerful meehanical stresses«. Von dem ursprünglichen Labradorit sind nochReste vorhanden, die jetzige Hauptfeldspathmasse ist aber körnelig und diePartikel zeigen keine Streifung, sind associirt mit Quarz und Epidot und stellenzwischen gekreuzten Nicols ein Feldspath-Quarz-(Epidot-)Mosaik dar. Hylandanalysirte den isolirten secundären Feldspath (spec. Gew. 2,645) und erhielt: