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Zweiter Band.
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Diabas.

polyedrische Gesteinsmassen. Doch findet man auch diabasische Gesteine mitausgezeichnet säulenförmiger und kugelförmiger Zerklüftung. Naumann erwähntprismatische Absonderung an einer D.-Kuppe bei der Schönfelser Schäferei inSachsen, Sandberger und v. Klipstein beobachteten dieselbe bei Gräveneck inNassau und Niederbiel unweit Wetzlar ; die ausgezeichnetste säulenförmige Ab-sonderung der Diabasgesteine, welche an Regelmässigkeit mit der vieler Basaltewetteifert, scheint aber diejenige zu sein, welche zuerst Hitchcock von denendes Connecticut-Thals in Nordamerika beschrieb, wo namentlich im ö. Theile desDeerfield - Berges sehr schöne deutlich gegliederte Säulen erscheinen, derenGlieder die auch an manchen Basaltsäulen beobachtete Eigenthümlichkeit zeigen,dass sie unten concav, oben convex sind; damit hängt zusammen, dass sie imverwitterten Zustand sich in lauter einzelne concentrisch-schalig zusammen-gesetzte Kugeln auf lösen (Rep. on the geol. etc. of Massach. Amherst 1838. 406).An den Gansinseln im Eisfjord Spitzbergens sah v. Dräsche Diabassäulen von1015 m Höhe und einem Durchmesser von 1 m. Wohl die vorzüglichsten undregelmässigsten Kugelabsonderungen der diabasischen Gesteine sind diejenigen,welche schon Goldfuss und Bischof an mehreren Orten des Fichtelgebirges ver-breitet fanden, wie bei Stehen, Lichtenberg, Gottmannsgrün, Selbitz , vor allemschön aber an der Mühle von Weidesgrün unweit Schauenstein ; ihr Durchmesserschwankt von £ Zoll bis zu 8 Fnss, ihr Centrum ist ein harter und fester, ver-worren-krystallinischer Kern, durch die Verwitterung tritt eine sehr deutlichconcentrisch-schalige Zusammensetzung hervor (Goldfuss u. Bischof, physik.-statist. Beschreib, d. Fichtelgeb. 1817. I. 171; Fr. Hoffmann, Übers, d. orogr. u.geogn. Verh. v. N.W.-Deutschl. 1830. 429). Zwischen der Grube Samson undder Deigschen Fabrik unweit Andreasberg ist der D. in Kugeln oder fast kugel-förmige Ellipsoide von \2 Fnss Durchmesser abgesondert, welche lose auf-einander liegen, ohne dass ihre Zwischenräume irgendwie ausgefüllt wären(H. Credner, Z. geol. Ges. XVII. 1865. 180). In den ausgezeichnet kugelförmigabgesonderten Diabasmandelsteinen der Gegend von Planitz zeigt sich innerhalbder einzelnen Kugelquerschnitte nicht selten eine concentrisch reihenförmigeAnordnung der Kalkmändelchen, ein Beweis, dass hier die Absonderung ur-sprünglich und nicht secundär durch Verwitterung bedingt ist (Dalmer; eineähnliche Erscheinung gewahrte Dathe an ostthüringischen Diabasmandelsteinen).

Unter allen Lagerungsformen, in welchen die diabasischen Gesteineauftreten, ist keine häufiger als die lagerartige; solche Diabaslager sind oft demsedimentären Nebengestein sehr regelmässig eingeschaltet und wechseln bisweilenmehrfach mit ihm ab.

Ein Theil dieser Lager ist als intrusive oder Injections-Lager zu deuten,während ein anderer Theil als deckenartige oder stromähnliche effusive Aus-breitungen über die ehemalige Oberfläche eines sedimentären Systems erscheint,welche dann abermals von sedimentärem Material überlagert wurden; letztereD.e zeigen auch an ihrer eigenen Oberfläche deutliche Flusserscheinungen,strick- und tauartig geformte Wülste, selbst die Glaskrusten sind local deutlich