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Zweiter Band.
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Geologisches Alter. Vorkommnisse.

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Man ist mehrfach der Frage näher getreten, ob nicht wenigstens für gewisseGegenden sich unter den geologisch verschiedenalterigen D.en ein Gegensatz inder mineralogischen Zusammensetzung, Ausbildung oder der Art und Weise desAuftretens erkennen lasse; constante Abweichungen scheinen sich aber hier nurspärlich zu ergeben.

Sandberger glaubte sich davon überzeugt zu haben, dass die silurischen D.einsofern einen beständigen Charakter aufweisen, als in ihnen Titaneisen vorherrscht,während in den jüngeren an Stelle dieses Erzes titanhaltiger Magnetit in den Vorder-grund tritt (vgl. S. 630). Gümbel hebt hervor, dass im Fichtelgebirge die Silurdiabaseweit vorherrschend grobkörniges Gefüge zeigen, mit nadelförmig ansgebildetemPlagioklas und meist auch mit Titaneisen, doch ist in sehr vielen Fällen Magnetitvorherrschend und Titaneisen nur spurenhaft zugegen. Auch fehlt es nicht an fein-körnigen, selbst aphanitischen Varietäten, desgleichen ist Mandelsteinbildung nichtvöllig ausgeschlossen. In der Reihe der devonischen D.e herrscht kleinkörnigesGefüge und Neigung zur Mandelsteinbildung entschieden vor, auch führen dieselben nicht in Übereinstimmung mit den Angaben von Sandberger und Liebe meistTitaneisen in bedeutender Menge. Indessen gibt es auch im Devon grobkörnige,ganz den silurischen an Ansehen gleiche D.e. Constante wesentliche Gegensätzein diesen Beziehungen kann daher Gümbel mit Recht nicht anerkennen. Er betontnoch, dass die älteren D.e gern in schmalen Gängen aufzutreten und in Folge derVerwitterung in rundlichen Blöcken über die Oberfläche ausgestreut vorzukommenpflegen, wogegen die Devond.e meist grosse Lagergänge oder ausgebreitete Stöckeausmaehen. Die hornblendehaltigen Proterobase zeigen keine Mandelsteinbildung undvorwiegend gangartiges Auftreten. Liebe hatte anfangs angegeben, dass in Ost-thüringen die älteren D.e im Durchschnitt gröber, die jüngeren feiner von Kornsind, und dass die Grenzscheide, wo die gröberen in die feineren übergehen, imMitteldevon liege, von welcher Regel aber manche Ausnahmen bestanden, ebensoauch von derjenigen, dass im Allgemeinen die älteren durch Titaneisen, die jün-geren durch titanhaltigen Magnetit gekennzeichnet seien; später (SchichtenaufbauOstthüringens) fand er den immer auch nicht ganz einwandfreien Gegensatz, dass inden älteren D.en der Feldspath mehr nach allen drei Dimensionen gleiclimässig aus-gebildet, die Structur also eine mehr »gekörnte« ist, während in den jüngeren Glie-dern die Feldspathe mehr leistenförmig, an den Enden durch vorgezogene Lamellenundeutlich zugespitzt oder gabelig erscheinen, was mehr eine »gefilzte« Structur her-vorbringt; dadurch unterscheiden sich auch die jüngeren gröberen D.e von denälteren ebenfalls gröberen.

In dem untersilurischen Thonschiefergebiet Niederschlesiens finden sich nachGürich zwischen Goldberg, Jauer, Hohenfriedeberg, Kupferberg und Lähn zahlreicheD.-Lager (G. Roses Grüne Schiefer z. Th.) von sehr abweichendem Korn und sehrverschiedener Mächtigkeit (bis zu 15m); meist in stark zersetztem Zustande. EinSystem von Thonschiefern mit Kieselschiefern und Kalk sondert eine untere voneiner oberen Diabaszone.

Sachsen, Thüringen w. s. w. In dem Granitgebiet der sächs. Lausitz sind vieleD.e (gangförmig) bekannt: Wiesa bei Kamenz (Gang steil im Biotitgranit, auf 3050 m Mächtigkeit anschwellend), Neustadt bei Stolpen, Klunst bei Ebersbach , Kott-mar (Berg) bei Ebersbach, Kunnersdorf, Friedersdorf bei Neusalza, Sohland , Jenk-witz, Göda (soll nach Möhl umgewandelten Olivin führen; rhombischer Pyroxeu ingeringer Menge vorhanden) und Stiebitz bei Bautzen , als Quarzdiabase von Datheerkannt, der indessen in mehreren derselben die Hornblende übersah; für letztere