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Zweiter Band.
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Diabas.

(glimmerführender Proterobas) nach Schauf. Die zahlreichen, theilweise Hyperit,auch Melaphyr genannten D.e des Kreises Wetzlar mit ihren Contacterscheinungen(Hohensolms, den Culm durchbrechend, Bechlingen, Allendorf, Ulm, Bissenberg , Stock-hausen, Dillheim, Asslar u. s. w.) beschrieb Riemann. Am Wollenberg bei Wetter,n. von Marburg , gröberkörnige apatitreiche, calcitfreie, und feinerkürnige, fast apatit-freie, calcitreiche Vorkommnisse; in den ersteren bildet der Augit grosse einzelnecompacte Individuen, in den letzteren sind zahlreiche kleine hellbräunliche Krystall-körner des Augits oft durch das ganze Gesichtsfeld hin optisch parallel orientirt.Diese D.e sind jünger als Mitteldevon (Bücking).

Saar -, Nahe- und Moselgebiet. Aus dem devonischen Gebiet des Hoch- undIdarwaldes lehrte v. Lasaulx eine Anzahl von D.en kennen, darunter: Kellenbach im Simmerthal, Reg.-Bez. Coblenz (recht grobkörnig mit bis 5 mm langen Plagio-klasen, führt reichlich Epidot, neben Chlorit auch helminthartige Gebilde, secun-dären Biotit); Eörstelbach, n. von Nonnweiler (mit scharfen, hexagonalen Quer-schnitten primären Quarzes, oft radial von einer Viriditzone umsäumt); Hockweiler bei Trier; Gang zwischen Heinzeberg und Kellenbach ; Stock mit den Ruinen derBurg Saarburg (früher als Hypersthenit bezeichnet), Wiltingen an der Saar , Ober-emmel, Conz (letztere enthalten keinen Augit als solchen mehr). Kürenz bei Trier mit localem Gehalt an primärer brauner Hornblende. Olivindiabase fehlen in diesemGebiet ganz. Die Diabase (und Diabasporphyrite) in dem grossen Becken desRothliegenden im Saar -Nahegebiet wurden früher grösstentheils als Melaphyr be-zeichnet (vgl. z. B. Steininger, Geogn. Beschr. d. Landes zwischen Rhein und Saar 99;Warmholz, Karstens Archiv X. 334; Gümbel, N. Jahrb. f. Min. 1846. 566); auch zuletztnoch nannte sie Lossen eine Diabasfacies des Melaphyrs. Laspeyres hielt das pyro-xenische Mineral darin für Diallag und schlug vor, diese Vorkommnisse als Pala-tinite zu bezeichnen, um diesen »Gabbro« carbonischen und dyassischen Altersvon den älteren Gabbros zu trennen (N. Jahrb. f. Min. 1869. 516). Seine Unter-suchungen (vgl. auch Z. geol. Ges. 1867. 803) knüpften sich namentlich an das Gesteinaus dem Norheimer Tunnel, dessen von ihm ausgeführte Analyse durch Kenngotteine Kritik und nicht ganz gerechtfertigte Correctur erfuhr (Z. geol. Ges. 1870. 747).Hagge (Mikrosk. Unters. Uber Gabbro. Kiel . 1871) konnte sich dagegen von derDiallagnatur des Pyroxens nicht überzeugen und hielt letzteren für eigentlichenAugit (vgl. auch F. Z., Z. geol. Ges. 1871. 36 und Basaltgest. 203). Darauf sprachsich Streng in einer umfangreichen Abhandlung (N. Jahrb. f. Min. 1872. 261) dafüraus, dass das augitische Mineral in den sog. Palatiniten zwar auch in der Ober-flächenbeschaffenheit wenig Ähnlichkeit mit den Diallagen der Gabbrogesteine be-sitze, dass es sich aber durch das Vorherrschen einer Spaltbarkeit und durch denhohen Kalkgehalt so sehr an den Diallag anreihe, dass man es wohl nur zu diesemstellen könne. Das Hervortreten der pinakoidalen Theilbarkeit ist nun allerdingsbei diesem Gemengtheil manchmal sehr deutlich, daneben ist indessen auch dieprismatische gewöhnlich entwickelt, andererseits mangeln ihm aber völlig die fürden Diallag charakteristischen Interpositionen, sowie eine bei diesem sonst häufigeZwillingsbildung, und da auch die Structur der betreffenden Gesteine äusserst wenigan diejenige von Diallaggesteinen erinnert, ferner die häufige Mandelsteinbildungden letzteren fremd ist, so sind die in Rede stehenden Vorkommnisse hier alsDiabase aufgeführt; namentlich auch enthält, wie noch Lossen (Z. geol. Ges. 1886.921) betonte, gerade der typische »Palatinit« von Norheim keinen Diallag, sondernmonoklinen Augit mit doppelter, prismatischer und pinakoidaler Spaltbarkeit.Was das Auftreten der Gesteine betrifft, so neigte Streng zu der auch später vonLepsius getheilten Ansicht, dass die meisten Vorkommen wohl eher für Oberflächen-ergüsse als für intrusive Lager zu halten seien. Laspeyres hat sich für die gegen-