132 171. An Marie Exner, 3. Januar 1874.
hat man mir schon veraberwandelt und verbummelt. Dieschmutzigen Bücher'), welche zum Packen dienen, stecken Siein den Ofen, nachdem Sie einen Blick auf die „Kupfer" ge-worfen haben, welche von dem berühmten Professor Meyerin Weimar sind, von dem Goethe in seinen Werken fastauf jeder Seite spricht als von „unserm trefflichenMeyer", „würdigen Meyer", „höchst verdienstvollen Meyer"u. s. w.
Beini Suchen dieser Herrlichkeiten stieß ich auch aufbeiliegendes Bildchen, das ich dem Bruder Adolf widme.Was mein Aquarellbildchen betrifft, so sind Sie, wenn Sie eswirklich so sehen, wie Sie thun, ein glückliches liebes Sonn-tagskind, das mehr sieht als wir Alltagskinder; aber ich machejetzt das andere Blatt jedenfalls noch fertig, und wenn ichmich an Ihnen etwas geübt habe, mache ich mal etwas fürden Herrn Bruder. Ist das nicht galant, daß Sie zumÜbungs- und Ererzierplätzchen dienen sollen?
Die Erzählung °) balsamieren Sie mir auch wieder schönein mit Preis und Dank; item, es schmeckt doch gut: ich fress'nachgerade alles, was man mir ins Maul schmiert undlecke noch nach dem Löffel! Aber ich fürchte, Sie kehrendenselben unversehens einmal um und geben mir mit demStiel eins auf die Nase.
Nun will ich Sie aber nicht länger an allem Besserenhindern, was Sie gerade thun.
Es dunkelt, und ich will enden; doch werden die Tageschon ein klein wenig länger. Nun stellt Euch meine Dank-
') Schillers Musenalmanache für die Jahre 1796 und 1800.-) „Dietegeu."