Band 
Dritter Band: 1861 - 1890.
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325. An Marie von Frisch , 29. Dezember 1882.

und Kindern je nach dem Auffassungsvermögen auf zweck-mäßigste Weise als den ältlichen Schweizer

G. Keller.

D. hat mir eine hübsche Festrede geschickt, die Siegewiß auch bekommen haben.

Die Fräulein Michel, Regula Emerentiana, Melchiorsseligen Tochter, bei der Sie einst gewohnt, ist neulich gestor-ben, ihres Alters 76 Jahre 1 Monat und 4 Tage, wie imTagblatt stand. Sie sind über jeden Verdacht erhaben.

325. An Marie von Frisch in Mien.

Zürich , 29. Dezember 1882.

Verehrte Frau Professor! Schönen Dank für Ihrenguten Weihnachtsbrief, und nehmen Sie dagegen meinebestgemeinten und aufrichtigsten Nenjahrswünsche für Mann,Kinder und alle Anverwandten, den klassischen Hofrat nichtausgeschlossen, ebenso huldvoll auf! Lassen Sie uns treulichdie leeren Hände gegenseitig schütteln und uns um so wohlerdabei fühlen, als auch ich von den Mühseligkeiten der Her-beischaffung von ein paar miserablen Patengeschenken, derenEmpfängerlein man mir aus meine alten Tage noch aufge-salzen hat, schon demoralisiert bin.

Also Sie haben eine alte Mühle am Bergsee gekauft');ohne Zweifel wird auch ein Mühlbach da sein, mit allerZubehör, so daß es losgehen kann mit einer neuen Serie

i) Marie von Frisch am 22. Dez. an G. Keller:In unsern Kalk-wänden am Wolfgangsee waren wir so vergnügt, daß wir den Über-mut hatten, die alte Mühle, in der wir wohnten, zu kaufen."