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Elektricität.
dete, die Eigenschaft nämlich, durch Erwärmung elektrischzu werden. Viel eher könnte man berechtigt sein denCarbunculus des Plinins für einen Turmalin zu halten,denn der berühmte Verfasser der Historia naturalis giebtvon diesem übrigens auch nicht bekannten Stein an, daiser sowohl gerieben als von der Sonne erwärmt die Eigen-schaft erlange, leichte Körper anzuziehen.
Unser Turmalin ist mit Gewifsheit den Alten nichtbekannt gewesen, und wir haben ihn erst aus Indien , ausCeylon, kennen gelernt, woher ihn 1703 die Holländer,unter dem Namen Turmalin, Turnamal oder Trip brachten.Sie selbst belegten ihn mit dem Namen Aschentrecker,weil sie bemerkten, dafs der Stein die leichte Asche aufglimmenden Torfkohlen anziehe, und nach einiger Zeitwieder abstofse. Die erste Nachricht darüber brachte dieSchrift: Curiöse Speculationes bei schlaflosen Nächten voneinem Liebhaber, der immer gern speculirt , Leipzig 1707 ,worin der anonyme Verfasser die ganz richtige Bemer-kung macht, er zweifle gar nicht, dafs der Stein, wenner erhitzt sei, wohl mehr Dinge als Asche an sich ziehenmöge 1 ).
Nach Allen diesem ist es also nicht erwiesen, dafs dasLynkurion unser Turmalin gewesen sei, vielmehr ist eswahrscheinlicher, dafs man darunter unsern Hyacinth zuverstehen habe, eine Meinung, der in späteren Zeitenmehrere Naturforscher beigetreten sind, und die zuerstvon dem Bischof Epiphanios in seinem Buche über die12 Edelsteine auf dem Kleide Arons ausgesprochen wor-den ist, freilich aus dem eben nicht gewichtigen Grunde,weil er das Wort Lynkurion nicht habe in der Bibel findenkönnen, die er für eine Mineralogie zu halten scheint.
14. Dafs die Alten überdies Kenntnifs von den elek-trischen Erscheinungen der Atmosphäre haben mufsten,bedarf wohl keiner besonderen Erwähnung. Blitz undDonner sind ja besonders in südlichen Gegenden so häu-
') Beckmann, Beiträge I, 241.