Arabische Methode.
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Die Kalifen des ersten Jahrhunderts der Hegira warenzu gute Moslemins, als dafs sie von den verhafsten undverachteten Christen hätten etwas annehmen sollen. Be-kannt ist die Erzählung, dafs der Kalif Omar auf die Fragedes Kommandanten von Alexandrien , was mit der grofsenBüchersammlung daselbst anzufangen sei, ihre Vernichtunganbefohlen habe, weil in diesen Schriften entweder stehe,w as im Koran enthalten ist, und sie dann überflüssig seien,oder sie etwas anderes enthielten, und dann gottlos wären.Mag diese Geschichte auch zweifelhaft sein, so widersprichtsie doch nicht dem Charakter des Kalifen und seiner Zeit.
Als indels die Familie der Abassiden den Thron be-stieg, änderte sich dies ungünstige Verhältnifs. DurchGriechen aus den unterjochten Provinzen, die schon seitgeraumer Zeit in nicht unbeträchtlicher Zahl Dienste beiihnen genommen hatten, waren sie mit der Weisheit derAlten bekannt geworden; sie gewannen Geschmack an denWissenschaften in dem Grade, dafs sie, nachdem sie zurHerrschaft gelangt waren, sich zu Beschützern derselbenaufwarfen.
27. Der erste auf dieser rühmlichen Bahn war AbuHiafar, gewöhnlich Al Mansur der Sieghafte genannt. Erselbst, wohl bewandert in der Philosophie und Astronomieder Alten, berief von nah und fern Gelehrte an seinenglänzenden Hof und machte dadurch Bagdad , das er 764erbaut hatte, zum Mittelpunkt einer Kultur, die von hieraus mehr denn hundert Jahre sich über das ganze Saracenen-Reich verbreitete. Noch mehr in diesem Sinne wirkteHarun al Raschid d. i. Aron der Gerechte, der von 786bis 809 regierte. Er fuhr fort Gelehrte nach Bagdad zuberufen, liels von ihnen die vorzüglichsten Werke derAlten ins Arabische übersetzen und was noch mehr sagenwill, sorgte dafür, dafs diese Uebersetzungen durch zahl-r eiche Abschriften unter das Volk verbreitet wurden. ErStand auch mit Karl dem Gr. in Verbindung, welchem erzu seiner Kaiserkrönung werthvolle Geschenke sandte, wor-unter besonders eine Wasseruhr merkwürdig war, welche