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Arabische Periode.
einen Zeiger hatte und den Wechsel der Stunden durchkleine Kugeln angab, welche klingend auf eine Metallplattefielen *).
Ganz besonders zeichnete sich der Kalif Abdallah alMamun aus, der zweite Sohn von Harun al Raschid , welcher813 den Thron bestieg. Er selbst war durch einen christ-lichen Arzt Joh. Mesna, einen Griechen, in den Wissen-schaften unterrichtet, und sowie er zur Regierung gelangte,ging sein eifriges Bestreben dahin, dieselben zu beschützenund unter seinem Volk zu verbreiten. Er gründete Schulenund Bibliotheken zu Bagdad, Bassora , Bochara, Kufa,Alexandrien und Kahira . Als ein namhafter Beweis seinerLiebe zu den Wissenschaften mag angeführt werden, dafser in einem Frieden, den er als Sieger mit dem byzan-tinischen Kaiser Michael III. abschlofs, diesem die Bedin-gung machte, ihm Exemplare von allen griechischen Werkenzu überliefern. Auf seine Veranlassung wurde auch imJ. 827 eine Gradmessung in der Wüste Singar am Ara-bischen Meerbusen ausgefuhrt, deren Resultate weiterhinangegeben sind.
Auch unter den Nachfolgern Al Mamun’s finden sichFürsten von gleichem Geiste, und wohl lätst sich glauben,dai's bei längerem Bestände des Kalifats auch die Früchtedieses rühmlichen Strebens nachhaltiger gewesen wären.Sowie auf solche Weise die Abassiden im Orient dieWissenschaft schützten und pflegten, so errichteten ihr dieOmmajaden in Spanien eine zweite Freistätte, welche anDauer und besonders an Einflufs auf das christliche Europa jene am Euphrat bei Weitem überbot.
Was Bagdad ftir den Orient war, das wurde Cordovafür Spanien , nachdem Abdllirliaman I. es zur Hauptstadteines! unabhängigen Kalifats im J. 756 erhoben hatte. Vondieser Zeit an bis ins X. Jahrhundert regierten nacheinanderdrei Abdurrliaman und ein Al Hakem mit solcher Mildeund Weisheit, dafs wahrscheinlich Spanien niemals soglücklich gewesen ist unter einem christlichen Fürsten.
’) Becker, Weltgesch. V, 171 ; dritte Aufl. v. Ed. Arnd.