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Mitglieder der Acc. del Cimento.
ben werden kann, nicht den Vornamen Francesco, son-dern > T icolö. Dann war er nicht Leibarzt des GrofsherzogsFerdinand II. , sondern Professor der Mathematik an derUniversität zu Pisa , obwohl er einige Zeit als Literat amHofe lebte, und zweien der Prinzen von Medici Unterrichtertheilte. Endlich starb er nicht 1653, sondern 1635 im35. Jahre seines Lebens, denn er war im J. 1600 zuBorgo di San Sepolcro in Toskana geboren x ). Selbst wenner 1653 gestorben wäre, hätte er nicht Mitglied der Aka-demie sein können, da diese erst 1657 gegründet wurde;um so weniger kann man ihm also diese Mitgliedschaftzuschreiben, da er notorisch schon 1635, sieben Jahrevor (lalilei’s Tod, gestorben ist, wo an die Akademie nochgar nicht gedacht wurde.
Uebrigens soll dieser Aggiunti nach dem Zeugnifsdes Senators Nelli, eines der Biographen Galilei’s , einsehr talentvoller Mann gewesen sein, und in einem nichtedirten Manuskript: Un libro di speculazione e di sp er lenzefisiche verschiedene werthvolle Versuche über das Ei6,das Pendel und andere Gegenstände beschrieben haben-Galilei hielt grofse Stücke auf ihn.
Er stellte Beobachtungen an über das Gefrieren desWassers für sich und mit Salzen gemischt, konstruirteferner eineu Apparat um auszumitteln, ob Wasser beimGefrieren sich zusammenziehe oder ausdehne, wobei erletzteres fand, wie schon Galilei aus dem Schwimmen desEises auf Wasser geschlossen hatte. Das Pendel suchteer zur Bestimmung des Widerstandes der Luft und desWassers zu benutzen. Auf seinen Antheil an der Ent-deckung der Kapillarität werde ich später zurückkommen-
Statt des Aggiunti, der sicher kein Mitglied der Aka-demie war, wird von Targione Tozetti, Antinori undAnderen noch Carlo Dati als solcher genannt. Dieser warein florentiner Patricier, der 1675 im 50. Lebensjahrestarb, ein Mann von ausgezeichnetem Verstände, grolser
Tiraboschi, Storia etc. VIII, 369.