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Geschichte der Physik : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin / J. C. Poggendorff
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Mitglieder der Acc. del Cimento.

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Gelehrsamkeit und ehrenhaftem Charakter, was u. A. dar-aus hervorgeht, dafs er sehr vortheilhafte Anerbietungender Königin Christine und Ludwigs XIV. ausschlug, umsich seinem Vaterlande zu erhalten. Er bekleidete inFlorenz die Professur der griechischen Sprache, und waralso eigentlich Philolog.

Er nahm indefs auch lebhaften Antheil an den Natur-wissenschaften. Durch seine Bemühungen wurde das äl-teste mineralogische Werk der Italiener vom Unterganggerettet, das Manuskript der Metallotheca von MicheleMercati , das später 1717 gedruckt wurde.*) Aus denProtokollen der Akademie scheint hervorzugehen, dals ertheilnahm an den Sitzungen und Arbeiten, ob er aberein eigentliches Mitglied war ist doch zweifelhaft, auchkennt man keine physikalische Arbeit, die von ihm alleinherrührt.

164. Aulser den neun ordentlichen Mitgliedern, Acca-demici operatori, hatte die Akademie auch Korresponden-ten, theils Italiener, theils Ausländer. Zu den Italienerngehören Ricci, Cassini, Montanari, Itossetti, Falconieri;zu den Ausländern Stenone, Thevenot, Fabri.

Michel Angiolo Ricci, der schon früher erwähnteFreund Toiricelli’s , ward geb. 1619 in Rom und starbdaselbst 1682 als Kardinal. Er war sehr bewandert inder damaligen Physik, und schrieb selbst im J. 1666 einmathematisches Werk: Exercitatio geometrica. Wegen sei-uer Gelehrsamkeit und gründlichen Kenntnifs der italieni -8c hen Sprache erschien fast kein Werk von Bedeutung,das man ihm nicht vorher zur Begutachtung vorlegte.D«lti, Viviani und Magalotti machten ihn zum Richterihrer Werke, und selbst die Saggi der Akademie wurdenihm auf des Fürsten Leopold Wunsch vor dem Druckz ur Einsicht übergeben. Er gab 1668 das erste italieni -8 °he Journal heraus, welches den Titel: Giornale dei let-ter ati führte, und bis 1675 dauerte.

) Tiraboschi, StoriaVII, 900; Marx, Gesell, d. Mineralogie85.