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Mitglieder der Acc. del Cimento.
durcheinander geschoben und verworfen findet. Darausschliefst er,.dafs eine spätere Ursache auf die Schichteneingewirkt haben müsse, und diese Ursache findet er in demin Italien so offenkundig sich äufsernden Vulkanismus.
Gleich den neueren Geologen nimmt Steno Periodender Ruhe an, wo das Land bis zu den höchsten Berg-spitzen mit Meer überdeckt war, und sich neue Schichtenaus den Gewässern absetzten, und Perioden konvulsivischerThätigkeit, wo die gebildeten Schichten mannichfach ver-schoben wurden, Einstürze und Gebirgserhebungen erfolg-ten. Solcher Perioden glaubte er für Etrurien oder Tos-kana allein sechs unterscheiden zu müssen.
Es ist merkwürdig zu sehen, wie Steno bei diesenDeduktionen, die sein Verstand als richtig erkennen liefs,mit seinem Gewissen in Konflikt gerieth. Er glaubte esbeschwichtigen zu können, indem er zu beweisen vermeint,dafs seine Ansichten keineswegs in Widerspruch stehenmit der mosaischen Schöpfungsgeschichte. Indefs hat ihndoch die Nothwendigkeit, darauf bedacht zu sein, nichtsder Bibel widersprechendes vorzutragen, sehr sichtlich inder Entwickelung seiner Vorstellungen eingeschüchtert,und gewils wäre er zu noch allgemeineren Resultaten ge-langt, wenn er unbekümmert um Nebenrücksichten denWeg der Naturforschung weiter verfolgt hätte.
Allein schon in der Beschränkung, die er sich ent-weder aus eigner Ueberzeugung oder durch die Macht derZeitverhältnisse gezwungen auferlegte, ist es gewifs, daisbis auf den berühmten Werner kein Geolog seine Wissen-schaft aus einem so fruchtbaren Standpunkt ergriffen,keiner so viele später wieder bestätigte Ansichten in die-selbe zuerst eingeführt hat, als eben unser Steno oderStenone. Daruin glaubte ich bei ihm hier etwas längerverweilen zu müssen und will nur noch hinzufügen, dafs,wiewohl das Geologische in Steno’s Werk den wichtigerenTheil ausmacht, dasselbe auch noch mineralogische oderkrystallographische Betrachtungen enthält, die für die Zeitrecht merkwürdig sind.