Mitglieder der Acc. del Cimento.
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gemacht, später auch zum apostolischen Vikar des Nor-dens, in welcher Eigenschaft er eine Reise nach Schweden machte.
Während seines langen Aufenthaltes in Italien warStenone sehr thätig für die Wissenschaft, doch ging auchin dieser Thätigkeit eine Umwandlung mit ihm vor, indemer sich später von der Anatomie und Physiologie abwandte,und auf die Mineralogie und Geologie warf, eine Wissen-schaft, die das Schicksal gehabt hat, späterhin und zumTheil noch jetzt, ebenso vom päpstlichen Stuhl verfolgt zuwerden, wie zu (lalilefs Zeit die Astronomie.
Wir haben von Steno über die Geologie ein Werk,das für die Zeit ein höchst ausgezeichnetes genannt wer-den muls, welches sogar erlaubt seinen Verfasser als denGründer dieser Wissenschaft anzusehn. Es führt den Titel:A-t'c. Stenonis Dissertationis prodromus de solido intra soli-dum naturaliter contento, Florentiae 1669. Das Werk istlange vergessen worden, bis es im J. 1831 durch den be-rühmten französischen Geologen E. de Beaumont wiederans Licht gezogen ward. Derselbe hat davon in den Ann.des Sciences nat. XXV, 337 einen ausführlichen Auszuggegeben, woraus hervorgeht, dafs Steno die Erscheinun-gen, aus welchen die neueren Geologen auf frühere sehrmächtige Umwälzungen auf unserer Erdrinde schlossen,sehr genau beobachtet und zu deren Erklärung ähnlicheAnsichten aulgestellt hat, wie wir sie heut zu Tage fürUothwendig halten.
Er bemerkt, dafs die Erdrinde, so weit sie untersuchtl8 t, aus parallel übereinander abgelagerten Schichten be-steht, dafs diese Schichten, zumal wenn sie Ueberrestev on organischen Gebilden enthalten, nur aus Flüssigkeitena bgesetzt sein können, und dal's sie demgemäfs ursprüng-lich alle horizontal gelegen haben müssen. Nun zeigt er,dafs diese Schichten aber bei Weitem nicht alle mehrhorizontal liegen, dal’s sie meistens in schiefer ja zuweilen•ü aufrechter Stellung Vorkommen, dafs man sie häutig
Poggenüorff, Gesch. d. Physik.
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