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in geschabtes Eis und in siedendes Wasser tauchen, undden Raum zwischen beiden Ständen in 12 gleiche Theiletheilen solle. Zweitens, dafs man das Thermometer succes-sive tauche in geschabtes Eis, in eine Mischung von11 Th. kaltem Wasser (aqua gelida) und 1 Th. siedendemWasser, in 10 Th. kalt. -+- 2 Th. sied., in 9 k.-f-3s., in8 k. 4 s. u. s. w., und die entsprechenden Punkte desThermometers bemerke.
Letzterer Vorschlag ist allerdings manchem Einwurfeausgesetzt, der erste aber in der Hauptsache richtig; esmül'ste nur heifsen, das Thermometer nicht in das siedendeWasser selbst, sondern in den Dampf zu tauchen und da-bei auf den Barometerstand Rücksicht zu nehmen. Manmufs sich wundern, dals dieser Vorschlag von den Zeit-genossen nicht weiter beachtet worden ist, so dals nochder grofse NewtOU sieben Jahre später 1701 eine Gra-duirung beschreiben konnte, die offenbar viel unvoll-kommener ist.
Sehr zu verwundern ist es auch, dafs nicht schon dieAkademiker bei ihren gemeinschaftlichen Arbeiten auf dievon Renaldini vorgeschlagene Graduirung verfielen, dennsie beobachteten wirklich schon die Konstanz des Schmelz-punktes vom Eise. Als sie nämlich zu gewissen Zweckeneine bleierne Schale mit zerstofsenem Eise, in welchemeins ihrer 50 theil. Thermometer stand, in eine Schüsselmit siedendem Wasser setzten, machten sie die Beobachtung,dafs das Thermometer fortwährend, so lange noch Eis vor-handen war, auf einem und demselben Punkt, auf etwa13£°F1. stehen blieb. Aber die Konstanz des Siedepunktsentging ihnen, wiewohl sie auch ihre Thermometer insiedendes Wasser stellten. Diese Versuche gehörten wohlzu den am spätesten gemachten, denn sie werden erst imletzten, im XIII. Kap. beschrieben.
172. Das zweite Mefswerkzeug, welches wir in denSaggi der Acc. del. Cim. beschrieben finden, ist dasHygrometer. Auch dieses Instrument macht seinemErfinder alle Ehre, und es wäre daher wichtig zu wissen,