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noch auf eine andere Probe zu stellen, füllten sie ein ther-mometerartiges Glasgefäfs mit kaltem Wasser, und brachtenes rasch in siedendes. Da sahen sie nun wirklich im erstenAugenblick das Niveau des eingeschlossenen Wassers fallen,als ob es sich bei erster Einwirkung der Wärme zusammen-gezogen oder erkältet habe. Allein die Akademiker mach-ten den richtigen Schlufs, dafs das Fallen dieses Wasser-thermometers nicht von einer Zusammenziehung des Wassers,sondern von einer Ausdehnung der Glashülle herrühre, aufwelche die Wärme in den ersten Augenblicken ihre volleWirkung äufsern müfste, während sie das Wasser nur nochunvollkommen durchdrungen habe.
Damit an der Richtigkeit dieses Schlusses kein Zwei-fel bleibe, änderten die Akademiker den Versuch in einersehr belehrenden Weise ab, durch welche der wahre Vor-gang gleichsam ad oculos demonstrirt wurde. Sie brach-ten nämlich in das Wasserthermometer mehrere von ihrenGlaskügelchen, die bei gewöhnlicher Temperatur ein glei-ches oder etwas geringeres specifisches Gewicht hattenals das Wasser, also in diesem oder auf diesem schwimmenblieben. Nun wiederholten sie den Versuch, und sahenbei schneller Eintauchung des Thermometers in heii’sesWasser nicht allein das Niveau des eingeschlossenenWassers sinken, sondern auch die Glasperlen. Das Sinkendieser Glasperlen gab den augenscheinlichen Beweis, dafsdas Wasser specifisch leichter also wärmer geworden sei,oder sich ausgedehnt hatte, folglich konnte das Sinkendes Niveaus nur von der Ausdehnung des Glases her-rühren, und mithin war auch für diesen Fall die hypo-thetische Antiperistasis vollständig widerlegt.
Nachdem die Akademiker den eben beschriebenenVersuch angestellt, zeigten sie auch, dafs man bei einergewissen Gestalt des Gefalses die entgegengesetzte Wir-kung erhalten kann, nämlich bei rascher Eintauchung inbeifses Wasser zuerst eine starke Ausdehnung der Flüssig-keit, und bei rascher Eintauchung in kaltes Wasser eineAisammenzielmng.