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Fig. 13.
Fig. 14.
Es erfolge dies, wenn das Gefäfs die Gestalt A Fig. 13habe und die W ände dick seien, und zwar aus dem Grunde,weil bei rascher Erwärmung oder Erkäl-tung die Aufsenseite des konkaven Theilesim ersten Falle ausgedehnt, im letzten zu-sammengezogen, und dadurch der Raum-gehalt der Flasche in jenem Fall verringertund in diesem vergröfsert werde. Sie wiesendies experimentell nach, indem sie einedicke gekrümmte Glasfeder B Fig. 14 durchAnnäherung einer glühenden Kohle an derKrümmung rasch erwärmten, zuerst aufser-halb bei a, und dann innerhalb bei b. Imersten Fall gingen die Schenkel zusammen,im letzten auseinander. Diesen Versuchmodificirten sie mehrfach u. A. auch dahin, dafs sie einenMetalldraht zwischen den Schenkeln der Glasfeder aus-spannten, und den Ton desselben mit dem Ton einer Zitherin Einklang brachten. Wurde nun die glühende Kohleeinmal der konvexen Seite a und ein anderes Mal derkonkaven b genähert, so ward der Ton im ersten Falltiefer, im zweiten höher in Folge der geänderten Spannung.
Alle diese Versuche betrafen die Gestaltsveränderungder Körper bei ungleichförmiger Erwärmung derselben,oder für den Fall, wo die Wärme sich in ihnen nochnicht ins Gleichgewicht gesetzt hatte. Die Akademikeruntersuchten indefs auch die Wirkung einer gleichförmigenErwärmung der Körper, und zeigten dabei auf verschiedenesehr augenfällige Weisen, dafs diese Wirkung immer ineiner Ausdehnung oder Voluinenvergröfserung bestehe.
Für Glas war ihr Apparat etwas künstlich. Einezu einem kreisrunden Ring geformte Glasröhre hatte zweiEingufsöffnungen, und innerhalb des Ringes ein genaupassendes Kreuz von Holzstäbchen. Wurde nun in denGlasring heifses Wasser gegossen, so palste das Holzkreuznicht mehr, sondern fiel heraus.