Geschichte der Uhren.
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troff der eben genannten Verhandlung schrieb, nichtsanderes als in Galilei’ s gedruckten Werken steht. Voneiner durch Galilei übersandten Uhr ist nicht die Rede,nur von dem Anerbieten den General-Staaten, wenn sie eswünschen würden, aufser einem zur See dienlichen Fern-rohr, die Konstruktion der von ihm erfundenen Uhr zuübersenden.
Am bestimmtesten könnte gegen Huygliens der Passusin den Saggi der Accademia del Cimento sprechen, wel-cher heifst:
Die Akademiker hielten es für zweckmäfsig der Uhrein Pendel hinzuzufügen nach dem Beispiele von dem, wasGalilei zuerst von Allen erfunden , und sein Sohn Vineenxoschon im J. 1649 ausgeführt habe.
Allein dagegen ist zu bemerken, dafs die Saggi imJ. 1667, also zehn Jahre nachdem Hlij'gliens ein Patentauf seine Erfindung genommen hatte, erschienen, und dafsdie darin abgebildete Uhr keine Aehnlichkeit mit der vonHuyghcns hat, und nichts weiter als ein Zählerapparatwar. Dafs man selbst im J. 1659 noch keine wahrePendeluhr in Florenz hatte, geht aus Briefen hervor, dieder Fürst Leopold von Medici in diesem Jahr an denAstronomen Boulliau in Paris schrieb, als Erwiderung aufdie von Letzterem an ihn gesandte Schrift von Huygliens.
Boulliau sandte Kopien von diesen Briefen anHuygliens, welche noch vorhanden sind, und aus diesenersieht man aufs Klarste, dafs die Ansprüche der Italienervöllig unbegründet sind. Jene Schriftstücke enthalten roheSkizzen der Uhren, von denen der Prinz sagt, dafs dieeine von Galilei angefangen sei, und von einer anderen,dafs sie sich auf dem grofsherzoglichen Palast zu Florenz befinde, die aber auch noch nicht fertig gewesen zu seinscheint, da er hinzusetzt, man erwarte gute Dienste vonihr. Es sind auch nur Pendel mit Räderwerken ohneGewichte, Numeratore del tempo, wie Galilei einmal vonder seinigen sagt.
Poggondorff, Gesch. d. Physik.
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