Gestalt der Erde.
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kompensiren, durch ein Uhrwerk mit Centrifugalpendelbewegen. Ein gewöhnliches Pendel wäre hier ganz unan-gemessen, weil dabei die beobachteten Himmelskörper immernur durch eine sehr störende ruckweise Bewegung im Ge-sichtsfeld des Fernrohrs erhalten werden könnten. Wiees scheint war es der Uhrmacher Pfafflas zu Wesel , derums J. 1804 zuerst Uhren mit Centrifugalpendel verfer-tigte, wozu er dies Pendel auf zwei gegen einander senk-rechte Axen schwingen liefs.
Eine andere, und wie es scheint noch nützlichere An-wendung des konischen Pendels ersann schon früher JamesWatt , der berühmte Verbesserer der Dampfmaschine, in-dem er es bei dieser Maschine als Regulator für den Zu-flufs des Dampfes benutzte. Die Wirkung dieses Regula-
tors erhellt aus der Formel / — —; je gröfser die Geschwin-digkeit v, desto mehr heben sich die Kugeln an den Pen-delstangen und bewirken eine solche Drehung des Hahnesim Dampfrohr, dafs der Dampfznfluls und damit die Ge-schwindigkeit des Ganges der Maschine gemindert wird.
Auf die Erfindung desCentrifugalpendels macht übrigensauch Rob. Hooke Anspruch, der sie schon 1660 gemachthaben will (§ 238). Sollten auch seine Ansprüche begrün-det sein, was möglich ist, so mul's man doch dabei erwägen,dafs Huygliens vielleicht ebenso früh und noch früher aufdie Idee verfiel und dann, dafs er, wenn auch nicht involler Allgemeinheit, die Gesetze der konischen Pendel-schwingungen entwickelte, während Hooke weder ein theore-tisches noch ein praktisches Verdienst um dieses Pendelaufzuweisen hat.
-ui Gestalt der Erde.
260. Das zweite Ergebnifs der Huyghens’schen Un-tersuchungen über die Schwungkraft ist für die Wissen-schaft von noch allgemeinerem Interesse, indem es denersten Grund zu einer richtigen Erkenntnifs der Gestaltdes Erdkörpers legte.