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Centrifugalkraft.
Die von Huyghens aufgefundenen Sätze bei der Kreis-bewegung sind sämmtlich, wenn man mit / die Centrifugal-kraft, v die Geschwindigkeit des bewegten Körpers undmit r dessen Entfernung vom Mittelpunkt bezeichnet, inder Gleichung
f= V i .... (I)
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enthalten, und verbindet man damit v = —' , also auch
so hat man in diesen beiden Gleichungen die Mittel, auswelchen sich alle Umstände der Centrifugalkraft ableitenlassen.
Die Untersuchungen von Huyghens über die Schwung-kraft hatten zwei merkwürdige Resultate im Gefolge.
Das erste ist die Erfindung des Centrifugalpen-dels, auch Cirkular- und konisches Pendel genannt, d. i-ein Pendel, welches nicht in einer Ebene schwingt, son-dern bei seinen Schwingungen eine Kegelfläche beschreibt.Hnyghens beschäftigte sich schon frühzeitig mit diesemPendel, und es wäre nicht unmöglich, dafs ihn dies über-haupt zur Untersuchung der Centrifugalkraft geführt hätte.Er beschäftigte sich indefs mit demselben sowohl im Horo-logium oscill. als in der späteren Abhandlung von 1703nur vom theoretischen Standpunkt aus, und daher mag esdenn wohl gekommen sein, dafs die Physiker der Folge-zeit das Centrifugalpendel als ein blofses Curiosum be-trachtet haben.
In neuerer Zeit hat man indefs auch den Nutzen die-ses Pendels eingesehen und es mit Uhrwerken verbunden.Es hat vor dem gewöhnlichen Pendel voraus, dafs seineBewegung keine hin- und hergehende, sondern eine stetigin sich zurücklaufende ist, und dafs es demgemäfs demUhrwerk auch eine stetige Bewegung mittheilt, währenddasselbe von einem gewöhnlichen Pendel immer nur ruck-weise bewegt wird. Daher läfst denn auch Fraunhoferseinen grofsen Refraktor, um die Bewegung der Erde zu