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Geschichte der Physik : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin / J. C. Poggendorff
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Theorie des Stofses.

geschrieben, die theiis in den Philosoph. Transactions er-schienen, theils von Wallis und Anderen herausgegebensind. Er selbst hat nicht ein einziges edirt.

Was nun die erwähnten Preisschriften über die Theoriedes Stofses betrift't, so reichte Wallis die seinige amfrühesten ein, nämlich am 26. Nov. 1668; dann Wren am17. Dec. 1668, und endlich Huygheus am 4. Jan. 1669, ersoll jedoch schon seit dem Jahre 1663 im Besitz der vonihm aufgefundenen Gesetze gewesen sein. '

Wallis betrachtete in seiner Schrift nur den centralenStols, d. h. denjenigen Stofs, bei welchem der stofsendeKörper sich in einer Linie bewegt, die von seinem Schwer-punkt zum Schwerpunkt des gestofsenen Körpers geht;ist dies nicht der Fall, so ist der Stols ein schiefer.Wallis betrachtete also den centralen Stofs zwischen un-elastischen Körpern, und löste diese Aufgabe vollständig;er gab die noch gültige Formel

m o m’v'

in welcher v und v' die Geschwindigkeiten der Massenm, m vor dem Stofse, u die Geschwindigkeit von m -f- mnach dem Stofse bezeichnen, und welche alle Fälle descentralen Stofses unelastischer Körper einschliefst. DieArbeit von Wallis ist auch noch dadurch merkwürdig,dafs darin zum- ersten Male vom Mittelpunkt desStofses, Centrum percussionis, die Rede ist, ein Punkt,der in Betracht kommt, wenn der gestofsene Körper nichtganz frei ist, sondern in einem Punkt oder einer Liniebefestigt ist. Legt man durch diese Linie oder Axe undden Schwerpunkt des Körpers eine Ebene, so heilst Mittel-punkt des Stofses derjenige Punkt, in welchem man senk-recht gegen die Ebene den Stofs anbringen mufs, wenndie Axe nichts von der Wirkung desselben empfinden soll.Wallis betrachtete nur den einen Fall, wo dieses Centrumpercussionis mit dem Centrum oscillationis zusammenfällt,erst Job. Bernoulli hat später den Gegenstand ins gehörigeLicht gesetzt.