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Bartholinus. Römer.
faltig, und widmete der optischen Erscheinung, die er alssehr wunderbar hervorhebt, vielen Fleifs. Er sah, dal's dereine Strahl dem gewöhnlichen Brechungsgesetz folge, derandere dagegen, den er den beweglichen nannte, davonabweiche; nach welchem Gesetz aber dieser zweite Strahlgebrochen werde, das zu ergründen, vermochte er nicht,auch das Phänomen der Polarisation nahm er nicht gewahr.
Auch des Erasmus älterer Bruder, Thomas Bartholinus ,war ein sehr ausgezeichneter Mann, und geboren 1616 zuKopenhagen ; er starb 1680 als Leibarzt des KönigsChristian V. Man zählt ihn zu den gröi'sesten Anatomendes XVII. Jahrhunderts und nebenher war er auch einguter Physiker, denn auf einer längeren Reise durch Italien machte er für damals recht sorgfältige Beobachtungen überdas Leuchten gewisser Insekten, welche er in der frühergenannten Schrift De luce animalium bekannt machte (§ 178).Er gehört ferner zu den Ersten, welche die Bemerkungmachten, dafs das Eis des Meerwassers nicht salzig sei,auch war er vermuthlich derjenige Däne, der ums J. 1665den Jesuiten Deschales mit der Laterna magica bekanntmachte, die er vielleicht auf seinen Reisen durch Holland oder Deutschland kennen gelernt hatte (§ 192).
Die zweite Person, welche gewissermafsen Hnyghensvorarbeitete, war Olof Römer, auch ein Däne und ein her-vorragender Mann. Er war geboren zu Aarhuus im J. 1644,und starb 1710 in Kopenhagen . Durch Erasmus Bartholinuserhielt er seinen Unterricht in der Mathematik, für welcheer und noch mehr für deren Anwendung ein ungewöhn-liches Talent entwickelte. Von 1672 bis 1681 lebte er inParis , und erwarb sich eine solche Achtung, dal's man ihn zumMitglied der Akademie ernannte, und nahm er seitdem anmehreren gemeinschaftlichen Arbeiten dieser gelehrten Kör-perschaft thätigen Antheil. Im J. 1681, dem Jahre derAufhebung des Edikts von Nantes , kehrte er wie Huyghensin sein Vaterland zurück, um dort die Direktion der kopen-hagener Sternwarte zu übernehmen. In dieser Stellung