Newton.
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verlängert werde, dafs die Verlängerung des Farbenbildesnur durch das Licht von seitlichen weifsen Wolken erzeugtwerde. Dies gab dann zu Repliken und GegenreplikenAnlals, die nicht einmal durch Linus’ Tod ihre Endschafterreichten, da namentlich einer von dessen LandsleutenAnton Lucas die Diskussion fortsetzte.
Anton Lucas, ein Schüler des Linus, war ein verstän-diger Mann. Er bestätigte im Ganzen Newtoiis Beobach-tungen, der Erste auf dem Kontinent und behauptete nur,er könne die Verlängerung des Farbenbildes nicht so groisfinden, wie sie Newton gefunden, nämlich statt 5mal nur3- oder 3^mal. Newton antwortete darauf, das läge ander Kleinheit des brechenden Winkels seines Prismas, dernur 60° betrug; wenn er Prismen von 66° bis 67° nehme,würde er die Verlängerung schon gröfser finden. Zugleichwurde er dadurch veranlalst die Länge des Spektrums beiverschiedenen Prismen zu messen, allein, sei es nun, dafsseine vorgefafste Meinung über die Konstanz der Disper-sion auf die Versuche einwirkte, oder dafs der Zufall ihmPrismen von nahezu gleicher Dispersivkraft in die Händespielte, genug, er fand unter gleichen Umständen die Längedes Spektrums bei allen Prismen gleich, und liefs sichsomit die für die Konstruktion der Fernröhre so wichtigeEntdeckung der Achromasie entgehen.
Auch selbst im Schoofse der königl. Gesellschaft soll-ten Newton Widersacher erstehen, Hooke und Huyglicns.Hooke war ein zu guter Beobachter, als dafs er nicht imAllgemeinen die Richtigkeit der Newton’schen Angabenhätte einräumen sollen, das Dasein der ungleichen Bre-chungen, die Unveränderlichkeit der einfachen Farben, unddie Zusammengesetztheit des weifsen Lichts aus allen Far-ben. Allein er behauptete, die Ungleichheit der Refrak-tionen entspringe aus Zerfällung und Schwächung derAetherschwingungen, und es gebe nur zwei ursprünglicheFarben, Roth und Violett, aus deren Vermischung alleübrigen Farben entständen. Newton antwortete darauf am11. Juni 1672 in einem sehr gemessenen Brief an Olden-