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Geschichte der Physik : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin / J. C. Poggendorff
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679
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Newton.

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wie die Farben der dünnen Blättchen, sie werden von derGröfse der kleinsten Körpertheilchen bedingt, die auch biszu einem gewissen Grade durchsichtig sind.

Diese Ansichten sind, wie bis dato alle, welche dieinnere Konstitution der Körper betreiben, sehr hypothetischund sie stimmen auch nicht mit unsern heutigen, welchedie Farben der Körper durch Lichtabsorption erklären,einen Procefs, der noch gegenwärtig zu den dunkelsten inder Optik gehört. Allein dessen ungeachtet begründetendoch diese Ansichten Newtou’s eine gewisse Epoche in derOptik, denn was vor ihm über das Wesen der Farbenüberhaupt, und über die natürlichen Farben der Körpergesagt worden, war im höchsten Grade unzulänglich, undrein das Spiel der Phantasie.

üescartes z. B., der sich das Licht als bestehend ausharten Küjxelchen denkt, die einander unmittelbar berührenund somit den Stofs fortpflanzen, den sie durch die Er-zitterung der Theilchen des leuchtenden Körpers bekommen(wodurch er u. A. auch erklären will, weshalb die Katzenim Dunkeln sehen, was beiläufig gesagt nicht wahr odererwiesen ist), üescartes nimmt an, die Farben entständendurch eine Drehung der Kügelchen koinbinirt mit derengradliniger Bewegung, wovon die Möglichkeit bei der un-mittelbaren Berührung der Kügelchen nicht einmal rechteinzusehen ist. Wenn die drehende Bewegung stärker istals die gradlinige, so entsteht die rothe Farbe, im umge-kehrten Fall die blaue, und wenn beide Bewegungengleich sind, die gelbe.

Selbst die Anhänger der Undulationstheorie verstandennoch nicht eine Erklärung der Farben aus ihr abzuleiten.Hnygheus übergeht die Sache ganz mit Stillschweigen;Grimaldi sagt nur, die Farbe sei das Licht selbst, und aufeine besondere Weise für den Gesichtssinn fühlbar gemacht,und Hooke , der wohl zuerst versucht hat im Sinne derUndulationstheorie eine Erklärung von der Farbe zu geben,schofs dabei soweit fehl, dafs man es Newton wahrlich nichtverargen kann, wenn er sich dadurch nicht zur Undula-