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Newton.
tionstheorie bekehren liel’s. Hooke nimmt nur zwei Farbenan, Roth und Blau, und er sagt, Roth ist der Eindruckauf die Netzhaut von einer Lichterschütterung, deren stär-kerer Theil vorangeht, und deren schwächerer folgt; dasBlau entsteht auf entgegengesetzte Weise.
Um bemerklich zu machen, wie sehr diese Erklärungs-weise von der unserer heutigen Undulationstheorie ver-schieden ist, will ich anführen, dafs nach dieser die Ver-schiedenheit der Farben aus der Verschiedenheit in derDauer der Aetherschwingungen entsteht, ganz nach Ana-logie mit den Tönen, deren Höhe und Tiefe faktisch vonder Dauer der Schwingungen des tönenden Körpers be-dingt wird. Wie es scheint, ist es unser Landsmann Euler,der diese einfache und scheinbar so nahe liegende Erklä-rung zuerst aufstellte; er gab sie freilich nur in einer reintheoretischen Abhandlung: Nova theoria lucis et colo mmin den berliner Denkschriften 1746.
279. Die Abhandlung über die dünnen Blättchen ver-wickelte Newton in einen Streit mit dem reizbaren undeifersüchtigen Hooke, so dafs er beschlofs von nun an, solange Hooke leben würde, nichts mehr von seinen Arbeitenim Gebiet der Optik bekannt zu machen. Erst 1704, zweiJahre nach dem Tode Hooke’s, den er zum Glück oderauch vieUeicht zum Unglück für die Wissenschaft über-leben mufste, zu einer Zeit, wo er Präsident der königl.Gesellschaft war, und sich auf dem Gipfelpunkt seinesRuhmes und seines Einflusses befand, sehen wir ihn wiederdas Gebiet der Optik betreten und zwar durch Heraus-gabe desjenigen Werkes, welches von nun an über einJahrhundert der Kodex für die Lichtlehre sein sollte. Eserschien zunächst englisch unter dem Titel: Opticks or atrealise of the reflections, refractions, inßections and coloursof light , Lond. 1704:. Da es damals noch zur Verbreitungeines Werkes beitrug, wenn es ins Lateinische übersetztwurde, so übertrug Newton diese Arbeit einem Dr. Clarke,welcher sie so zu seiner Zufriedenheit ausführte, dafs erdiesem freiwillig für jedes der 5 Kinder desselben ein Ge-