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Zeitgenossen Newton’s.
295. Um hier Graliam’s Verdienste sogleich zusammenzu fassen, bleibt nur noch von denen zu sprechen, durchwelche er in der Geschichte der Kunst der ZeitmessungEpoche macht, ich meine seine Bemühungen um die Ver-vollkommnung des Uhrpendels.
Huyghens hatte, als er das Pendel mit der Uhr verband,nur an die Beseitigung einer möglichen Unregelmäfsigkeitseines Ganges gedacht, derjenigen nämlich, welche auseiner Ungleichheit der kreisförmigen Schwingungsbogenentsteht. Er beseitigte sie, indem er das Pendel mittelstseiner cykloidisclien Bleche zwang, eine Cykloide zu be-schreiben, bei welcher grofse und kleine Bogen in gleicherZeit durchschwungen werden. Vollständiger und praktischerentfernte jenen Uebelstand der londoner Uhrmacher WilliamClement im J. 1680 durch die Erfindung des englischenHakens oder der Anker-Hemmung, welche jede Ungleich-heit der Schwingungsweiten verhinderte, und somit erlaubtebei kreisförmigen Schwinguugsbogen stehen zu bleiben(§ 253). _
Als indefs die Astronomen anfingen sich der Pendel-uhren bei ihren Beobachtungen zu bedienen, bemerktensie, dafs die Uhren dennoch einen unregelmäfsigen Gangzeigten, namentlich im Winter schneller gingen als imSommer. Man kam bald zur Einsicht, dafs dies nur Wir-kung der Temperatur sein könne, die bei Erhöhung dasPendel verlängert, und bei Erniedrigung verkürzt. Wieaber dem Uebelstande abzuhelfen sei, das wufste keineranzugeben, obwohl ganz gescheute Männer wie Picard,de la Hire u. A. denselben zu ihrem Nachtheile kennen ge-lernt hatten. Da nun begann Graliaiu ums J. 1715 sichmit diesem Gegenstand zu beschäftigen.
Graham verfiel zunächst auf den Gedanken, ob nichtin der ungleichen Ausdehnung der Metalle eine Abhülfedes Uebels zu finden sei. Er untersuchte demnach dieAusdehnung einiger derselben wie Messing, Stahl, Eisen,Kupfer, Silber u. s. w., kam aber zu dem Resultat, dafsdie Unterschiede ihrer Ausdehnung innerhalb der gewöhn-