Zeitgenossen Newton’s.
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liehen Temperaturen viel zu gering seien, als dafs mandaraus einen Nutzen ziehen könne. So liefs er die Sachewieder liegen bis zum J. 1721, wo er auf die Herstellungeiner Libelle mit Quecksilber gerieth, und dabei diesesMetall zwar als untauglich für diesen Zweck erkannte, zu-gleich aber die groise Ausdehnung des Quecksilbers kennenlernte. Dies brachte ihn darauf eine Art Quecksilber-thermometer mit dem Pendel zu verbinden. Er schlofs,wenn die Temperatur steigt und das Pendel sich verlängert,so dehnt sich das Quecksilber aus; dadurch wird der Schwer-punkt desselben gehoben, während der Schwerpunkt desPendels sinkt. Bei einem richtigen Yerhältnifs der Massenbeider mufs man eine Kompensation erreichen, so dafs derSchwerpunkt des ganzen Systems oder vielmehr das Oscil-lationscentrum desselben unverrückt bleibt.
Graham führte diesen Gedanken sogleich aus, und daer ihn bewährt fand, so konstruirte er im J. 1722 eineUhr mit solchem Kompensationspendel aufs sorgfältigste,und beobachtete sie 3 Jahre lang sehr genau bei Meridian-Durchgängen von Fixsternen. Während dieser ganzenZeit zeigte die Uhr einen bewundernswürdig regelmäfsigenGang, und dies ermuthigte denn Graham seine wichtigeErfindung in den Phil. Transact. für 1726 bekannt zumachen. Späterhin erhielt das Gefäfs mehr die Form einesThermometers 1 ).
296. Unterdefs war ein anderes mechanisches Talentauf dieselbe Bahn gerathen, und drohte Graham’s Verdienstezu beeinträchtigen. John Harrison geb. 1693, der Sohneines Zimmermanns zu Foulby in Yorkshire , welcher ausdem Repariren von Uhren ein Geschäft machte, hatte sichdurch das Studium von Saunderson’s physikalischen Vor-lesungen, die er sich von dem Ortspfarrer geliehen unddes Nachts hindurch mit allen Figuren kopirt hatte, soweit herausgebildet, dafs er die Unvollkommenheiten derdamaligen Pendeluhren einsah, und mit Hülfe einer Dreh-
') Nicholson, Journ. 1797, I, 5G.