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Geschichte der Physik : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin / J. C. Poggendorff
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Akustik.

höhere .Töne entsprechend der Länge des Saitenstückszwischen dem Sattel und dem berührten Knoten. Es giebt

^ j den Grundton, :r

n 2 die Oktave,

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3 den 12. Ton, Duodecime, -

j-den 15. Ton, Doppeloktave, r-.^-ui^fnvr

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I - 22. Ton, dreifache Oktave,

und so fort, woraus zu ersehen, dafs die Flageolett-Tönenicht auf dieselbe Weise entstehen, wie die gewöhnlichenaus ungeteilten Saiten. Bei der Theilung vom Sattel nachder Mitte hin nehmen erstere an Höhe ab, über die Mittehinaus wieder zu x ).

Als musikalisches Instrument ist die Meertrompetenur von geringer Wirkung, da nur solche Stücke daraufspielbar sind, deren Noten unter den höheren Tönen Vor-kommen, theoretisch ist es aber sehr interessant und lehr-reich. — Auch die Wirkung der Aeolsharfe beruht aufdem Zerfallen der schwingenden Saite in Unterabteilungen.

325. Obwohl nun die Flageolett-Töne zu Anfang desXVHI. Jahrhunderts sowohl von praktischer wie theore-tischer Seite bekannt waren, so fehlte man doch nochhäufig dadurch, dafs man einerseits die von ihnen abhän-gigen Erscheinungen nicht richtig erkannte, und dafs mansie andererseits dort eine Rolle spielen liefs, wo sie garnicht in Betracht kamen.

So u. A. hat de la Hire in den Mem. de Paris 1716und später Christ. Benedikt Fnnk, Professor der Physik ander Universität Leipzig,in seiner Dissert. de sono et tono ,Ldps. 1779 die Ansicht vorgetragen, dafs der Klang einerSaite oder eines Stabes nicht von Schwingungen der gan-zen Saite oder des ganzen Stabes herrühre, sondern vondem Erzittern ihrer kleinsten Theilchen, also von Molekular-

') Chladni, Akustik, S. 69.