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Geschichte der Physik : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin / J. C. Poggendorff
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841
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Elektricität.

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Er wendete sich zunächst der Chemie zu, die schonvon seinem Grofsvater gepflegt worden war, und hatte dasGlück sich bald durch einige Arbeiten auf diesem Felde,deren erste über das Leuchten der Barometer 1723 er-schien, die Gunst der Akademie so zu erwerben, dafs sieihn zum Mitglied ernannte. Er legte sich nun mit Eiferauf die Physik, und namentlich auf das Studium dermagnetischen sowie auch, durch Gray’s Entdeckungen an-geregt, der elektrischen Erscheinungen. Selbst die Stelleeines Intendanten des botanischen Gartens, die er 1732erhielt, und die ihn zwang sich noch mit der ihm unbe-kannten Botanik zu beschäftigen, zog ihn nicht von denphysikalischen Forschungen ab.

Er hat die Memoires de l’Academie des Sciences deParis mit einer grofsen Anzahl werthvoller Abhandlungenbereichert, worunter besonders diejenigen über Elektricitätihm einen ehrenvollen Platz unter den Physikern sichern.Seine letzte Arbeit war eine optische über die doppelt-brechenden Krystalle. Er starb 1739 an den Blattern imnoch nicht vollendeten 41. Jahre; in einem Brief an denMinister Maurepas hatte er vor seinem Ende Buffon zuseinem Nachfolger vorgeschlagen.

Dlifay’s elektrische Untersuchungen beginnen mit demJahre 1733, und betreffen zunächst das Leitungsvermögen.Nachdem er eine grofse Anzahl von Körpern untersucht,fand er, dafs alle durch Reiben elektrisch werden, beson-ders im erwärmten Zustand, mit Ausnahme der Metalle,der weichen und flüssigen Körper. Er legt auch dar,woraus dieser Unterschied entspringt; dafs es die nicht-oder schlechtleitenden Körper sind, welche durch das Rei-ben elektrisch werden, dafs dagegen die leitenden, ebenihrer Leitungsfähigkeit wegen keine Elektricität annehmenoder behalten können.

Unter den speciellen Thatsachen, die er auffand, sindbesonders drei bemerkenswerth:

1) Um zu erfahren, ob verschiedene Körper ungleichviel elektrische Materie in sich aufnehmen, hing er seidene,