Elektricität.
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Im Verfolg seiner Untersuchungen gelang es Dufayzwei Principien aufzustellen, die wesentlich dazu beige-tragen haben Licht und Ordnung in das Gewirr dermannigfachen Erscheinungen zu bringen, nämlich:
1) dafs elektrische Körper alle diejenigen, welchenicht elektrisch sind, anziehen; wenn sie ihnen aberElektricität mitgetheilt haben, abstofsen.
Zu dem zweiten Satz, der eine Berichtigung und Er-weiterung des ersten ist, gelangte Dufay auf folgende zu-fällige Weise; er näherte einem Goldblättchen eine elektri-sirte Glasröhre, so dafs es dadurch schwebend in der Lufterhalten wurde. Nun näherte er diesem Goldblättchen auchein geriebenes Stück Kopal , und erwartete, dafs es seinemvorstehenden ersten Satze geniäfs, von diesem würde abge-stofsen werden. Aber siehe da, es ward angezogen undblieb fest daran hangen. Aus dieser Erscheinung zogDufay den in der Geschichte der Elektricität epochemachen-den Schlufs,
2) dafs es zwei entgegengesetzte Elektricitätengebe, von denen er die eine Glas-Elektricität, Electricite vitree, die andere Harz-Elektricität, Electricite resineuse,nannte.
Das war im J. 1733, und seitdem hat sich diese An-sicht in der Wissenschaft erhalten, obgleich sie anfangsmit groi'ser Vorsicht aufgenommen und später mehrmalsbekämpft worden ist. Auf Dufay’s Versuche folgten in denJahren 1739 bis 1742 die von Desaguliers , einem Mitgliededer londoner königlichen Gesellschaft, welche jedoch nichtviel zur Erweiterung der damaligen Kenntnisse beitrugen.Interessant ist die Art, wie er die Anziehung des Wasserszeigte; er hielt über dem aus einem kupfernen Spring-brunnen aufsteigenden Wasserstrahl eine elektrische Glas-röhre, wobei dieser sich gegen die Röhre krümmte, undbisweilen so stark, dafs das Wasser aufserhalb des dar-unter stehenden Gefafses niederfiel 1 ). Desaguliers ge-
>) Fischer, Gesch. d. Phys. V, 474.