V erstärkungsfl asche.
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Verstärkungsflasche.
340. Ums J. 1745, nicht lange nach Erfindung dereigentlichen Elektrisirmaschine und in Folge derselben,wurde zufällig und wie es scheint ziemlich gleichzeitig inDeutschland und in Holland eine Entdeckung gemacht,die das gröfseste Staunen erregte, und noch jetzt als eineder wichtigsten in der ersten Hälfte des XVIII. Jahrhun-derts bezeichnet werden muls. Es ist die Entdeckung derVerstärkung oder Kondensation der Elektricität mit-telst des Processes, den man wohl Bindung der Elektri-cität genannt hat.
Herr V. Kleist, Dechant des Domkapitels zu Kamminan der Dievenow in Pommern , machte diese wichtige Ent-deckung am 11. Oktober 1745. Er hatte, aus welchemGrunde ist unbekannt, einen eisernen Nagel in ein Medicin-glas gesteckt, und näherte diesen, während er das Glas inder Hand hielt, seiner Elektrisirmaschine, einer geriebenenGlaskugel. Als er nun den Nagel mit der anderen Handanfafste, bekam er zu seinem Schreck einen starken Schlag,weshalb er glaubte, der menschliche Körper habe etwasmit dieser Erscheinung zu thun. Er fand auch, dal’s dieWirkung verstärkt werde, wenn man etwas Weingeist oderQuecksilber in das Midicinglas schüttet.
Diese und andere Beobachtungen theilte Herr v. Kleistsogleich mehreren Personen mit, namentlich am 4. No-vember dem Dr. Lieberkiilin in Berlin , dem Erfinder desSonnenmikroskops, der auch alsbald der berliner AkademieBericht davon erstattete; ferner am 28. November demPrediger Swietlicki (Schwidlitzky) in Danzig , der unver-weilt die dortige naturforschende Gesellschaft damit be-kannt machte; bald darauf auch dem Professor der MedicinJoh. Gottlob Krüger zu Halle, der die Entdeckung inseiner Geschichte der Erde, Hülle 1746 in einem Anhangpublicirte.
Unterdefs war man in Holland ziemlich zu gleicherZeit auf dieselbe Entdeckung gerathen, wozu Pieter vailMnsschenbroek die Veranlassung gab. »Derselbe war Pro-
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