Symmer’s Theorie.
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welcher glaubte, dafs die Ladungsfähigkeit einer Flascheoder Scheibe auf der besonderen Struktur des Glases be-ruhe und diesem eigentümlich sei. Diese Eigenschaft,behauptete Aepinus, käme allen Nichtleitern zu, und erläugnete das Dasein elektrischer Atmosphären, die in Aus-dünstungen aus elektrisirten Körpern bestehen. Er istauch der Meinung, dafs der Schwefelgeruch und das Ge-fühl von Spinngewebe, welche ein elektrischer Körper ver-ursacht, nichts weiter als die Empfindungen seien, welcheaus der Wirkung des elektrisirten Körpers auf die elektri-sche Flüssigkeit in den Nasenlöchern oder den betreffendenLeibestheilen hervorgingen. 1 )
Syinmer’s Theorie.
352. Unterdefs wurde in England von dem EsquireRobert Syiumer, von dem man nichts weiter weifs als dafser Mitglied der königlichen Gesellschaft war, im J. 1759eine Iteihe von Versuchen gemacht, von denen man buch-stäblich sagen kann, dafs sie die Elektricität auf dieStrümpfe brachten, denn die Untersuchung, welche denFortschritten der Elektricitätslehre nicht unwesentlichenVorschub leistete, wurde in der That mit seidenen Strüm-pfen angestellt. Symnier pflegte seidene Strümpfe zu tra-gen und zwar doppelte, weifse unten, schwarze darüber.Als er sie eines Abends auszog, vernahm er ein Geknister,und zugleich sah er im Dunkeln helle Funken herausfahren.Da er bald einsah, dafs die Erscheinung eine elektrischesein müsse, so wurde er veranlafst dieselbe näher zu unter-suchen, und dabei fand er im Wesentlichen folgendes:
Wenn beide Strümpfe zugleich vom Fufse abgezogenwurden, so gaben sie keine Anzeigen von Elektricität, sowenig, wie wenn sie ruhig auf dem Fufse blieben. Sobaldsie aber nacheinander abgezogen oder nach dem gleich-zeitigen Ausziehen von einander getrennt wurden, warensie stark elektrisch, und zwar in dem Grade, dafs sie auf-
J ) Fischer, Gesch. d. Phys. V, 737, 739.
Poggendorff, Gesch. d. Physik. 56