Abhandlungen.
Die internationale Molkerei - Ausstellung zu Arankfurt a. Main
im December 1875.
Von Pros. H. Fritz in Zürich .
(Fortsetzung.)
Die mannigfaltigen Formen von Buttermaschinen waren nur inwenigen, dafür aber in großenteils bewährten Constrnctionen vertreten.Die große Mehrzahl derselben bildeten die in den nördlichen GegendenEuropas jetzt am meisten in Concurrenz stehenden beiden Formen: Dieholsteinische — auch dänische oder schwedische genannte — Maschine,wit fest- und aufrechtstehender Tonne, und die mit liegender rotiren-der Tonne nach dem Systeme, welches gegenwärtig von der Nordsee biszu den Alpen in der Form am bekanntesten ist, wie sie von der FirmaLefeldt und Lentsch in Schöningen, Braunschweig , geliefert wird. DieseFirma, sowie ihre Vertreter Mayfarth n. Eomp. in Frankfurt a. M., hattenindessen nicht nur die ihr patentirte Maschine in verschiedenen Größen, son-dern auch noch eine große von holsteinischer Form ausgestellt. Die Patent-Buttermaschine von Lefeldt und Lentsch besteht aus einer, um ihreLängenachfe horizontal rotirenden Tonne, in welcher die Flüssigkeit an dreiradial angebrachten Flügeln, wovon zwei leiterartig, der dritte siebartigdurchbrochen sind, Widerstand findet und in einem complicirten Strömungs-systeme erhalten wird. Behufs der Reinigung lassen sich ^>iese mit Zapfeneingesetzten Flügel aus der Füllöffnung der Tonne herausnehmen. DerVerschluß der Füll- und Entleerungsöffnung besteht, nach der neuesten Ein-richtung, aus einer innerhalb mit Holz belegten Gußeisenplatte, die mittelsteines in die Holzplatte gezogenen Kautschukringes, der leicht abgenommen,gereinigt und erneuert werden kann, gedichtet wird. Als Verschluß undzum festen Einpressen dient ein Hebel mit Schraubengang. Behufs derLusterneuerung sitzt auf dem Deckel ein kleines Ventil. Ein dem Deckelgegenüber liegender Spundzapfen dient zum Entleeren der Buttermilch und