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Die Naturgeschichte und Bergwercksverfassung des Ober-Hartzes / beschrieben von Johann Friedrich Zückert
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44
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Die Bergleute fahren des Morgens um 4Uhr cm, halten bis s Uhr Betstunde, und gehet lalödenn ein jeder an seine Arbeit. Diese Arbeit !theilet sich in ordinä re Bohr-Arbeit und in ,Geding-Arbeic. Wenn ein Querschlag ge- ^schwind durchgetrieben werden soll , oder wennim Feldort oder Gesenck eine gewisse jachtcrzahk ^!Strossen oder Gestein in kurtzer Zeit soll heraus-geschlagen werden, so werden die Gebrnghäuer««genommen. Sie bekommen wöchentlich18 Mar. Lohn nebst einer gewissen Anzahl Pul-ver, und hernach, wenn dos Gedinge herausist, den Rest des verdungenen G ldeS, welchesbey den meisten Gruben wöchentlich noch22 Mgr. beträgt, daß sie also auf zwey F! arbei«ten. Wenn aber nach dem Verdingen das Ge-stein schneidiger wird. so wird ihnen an derLachkerzahl etwas zugelegt. Hingegen, wenn !das G stein fester wird. so mindert man etwasan der Lachcerzahl, oder, welches wohl am mei- ^sten geschieht, man legt am Gelde zu. Diese !Geding-Ardeiter froynen nicht, sondern gehengleich nach vollendeter Betstunde an ihr Ge- !Linge. Sie haben auch keine eigentliche ^Schichten. Die Bohr- oder Strossen-Haueraber stöhnen von s bis 7 Uhr. In dieser Zeitmüssen sie allerhand Wertarbeit thun, als: eineQuantität Erht und Berg, so der Geschworneauf den Strossen oder Strecken im Treiben ab,schätzt, auf die Kasten schaffen; oder sie müssenwandelbare Mittel ausfüllen, oder wandelbare

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