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2. Es läßt sich nicht darthun, daß die Schneelinie über-haupt auf hohen Alpen tiefer ziehe; sie hängt allenthalbennoch besonders von Lokaleinsiüffen ab.
3. Die Schneelawinen entstehen nie auf Halden, diemit Wald bewachsen sind; sie sind im Verhältniß der größer«Zerstörung der Alpenwälder häufiger und verderblicher ge-worden , beweisen aber nichts für die Abnahme der Tempe-ratur auf denselben Höhen.
st. Die Verminderung der Dammerde, des GraSwuchsesund auch der Baumvegetation auf den hohen Alpen ist That-sache, und sichtbar ist die Vegetationskraft schwächer ge-worden, woraus jedoch eben so wenig zu erweisen ist, daßdie Temperatur daselbst niedriger alS vormals stehe. Wahr-scheinlicher können Windströme, noch häufiger und heftigerfeit der Zerstörung der Alpenwälder, den Boden austrocknenund die fruchtbare Erde entführen.
Die vorgeschlagenen Hülfsmittel, der Verwilderung desAlpcngebirgö entgegenzuarbeiten, beruhen vorzüglich aufErhaltung und Herstellung des Rasens und der Alpenwälder.Vorzüglich dringt Hr. Kasthofer sehr auf Vermehrung dertrefflichen Arvencultur, so wie der Lerch- und Rothtannen,und auf Verschonung der obersten Waldsäume, damit unterderen Schutz wieder andere Bäume gepflanzt werden können,und auch auf jeder Alp Saatschulen für die passendsten Holz-arten anzulegen. Eine neue, von ihm wiederholte Beobach--tung, die zu diesem Zweck führte, ist die Impfung der Arve auf die WeymuchSstchte, die viel leichter und schneller ge-deiht, wodurch der erster» langsames Wachsthum beträcht-lich gefördert wird.
Allein seine nützlichen Vorschläge werden noch lange andem Mangel an Gemeinsinn und Industrie unserer Gebirgs-bewohner schwer zu besiegende Hindernisse vorfinden. Man