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Chronologischer Katalog der Nordlichter bis zum Jahre 1856 sammt einer Bibliographie über diese Erscheinung / von Dr. Ami Boué
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Verschiedene Erscheinungen und Erklärungen der Nordlichter.

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Säulen, Cy lind er oder Orgelpfeifen ähnliche Massen. H al 1 ey, 1716 u. 1719. L. phil. Tr. 1716.N. 347, S. 411 u. 415.1719 N. 363. S. 1099. Mayer (P. C. ). (Siehe Ckroo. Kat. 16. Sept. 1726). Mairans Traite, 1754. S. 128. Oft in Grönland . Edinb. Encycl. 1815 B. 10., Tb. 2. S. 488.B i o t ,J. de Phya. 1821. B. 93., S. 12 n. 18). Goaport, Borney (Siehe Chrono!. Kat. 1829, 14. Dec.)Toronto (Ontario ) Americ. Jonro. of Sc. 1837. B. 32. 393395. Zeichn. Olonetz (Siehe Chroo. Kat.1845). H a nate e n N. Mein. Ac. Bruxell. 1847. B. 20, S. 118.

Meistens elliptische, selten kreisförmige Lichtkrone (durch die Luft-PerspectiveJ. Cotea,1585 u. 1716. Cavendish, Dalton (Metorol. Essays, S. 160.). Bertholon, Encycl. math.1793. B. 1, S. 371. Biot , 26. Febr. 1777. 28. März 1781 (Siehe Ohr. Kat .) Twining (A. E.)(Americ. J. of Sc. 1837. B. 22, S. 227). Scoreahy (Siehe Chroo. Kat. 1822). Munke, Gehl,phya. Wört . 1833. B. 7, S. 179. (Siehe Chr. Kat. 1839, 3. Sept., 1846, 24. Oct. u. 1847, 24.-25. Oct.Leipz.) Iin magnet. Zenith conrergirende Strahlen und Säulen, Bravais, Soc. philom. Paria 1846.S. 148. Manche Krone ohne Bögen, dann ohne die längliche Form in der Richtung 0.W. Braraia,Anr. bor. S. 511. Unter 151 N. L. Beobacht, wurden 49 ganze Kronen, 15 halbe im N., 34 Kronen,N., 2 dito >0., 2 dito 0., 1 halbe SO., 1 viertel SO., S halbe S., 1 drei viertel NO., 4 halbe W.und 5 unvollständige gesehen. Bravais, Aur. bor. S. 509.

Krone nicht gesehen. Morlet, 1837 (Siehe optische Licht-Erscheinung). Capit. Parry u.Sabine. Zweite Arct. Reise 18191820.

Oft bilden die N. L. Strahlen um den magnetischen Pol (wahrscheinlich im arctischen Amerika ), einLichtkreis, den man sich auf einer, mit der Erde concentrischen Sphäre gezeichnet denken kann. Weildiese Krone sehr hoch ist, so sieht man davon in Christiania mehr als die Hälfte und sie scheintelliptisch wegen ihrer schiefen Lage. Zweimal sah Hansteen die ganze Ellipse, die in Island und Grönland oft zu sehen ist. Am gewöhnlichsten sieht man den Gipfel des Bogens oder seine unsam nächsten gelegenen Punkte nördlich von unserm Zenith. Für die Isländer ist der Gipfel des Bogenssüdlich im magnetischen Meridian. In Grönland , wo der Bogen von $. nach N. geht und die Declinationnahe bei 90° ist, scheint der Bogen-Gipfel östlich. (Hansteen N. Mem. Ac. Bruxell. 1847. B. 20,S. 119.

Der Bogen wird als ein Lichtring angenommen, von welchem die verschiedenen Punkte in gleicherEntfernung der Erdoberfläche sich befinden und den nordmagnetischen Pol zum Centrum haben, so dasser alle nach dom Pole convergirenden magnetischen Meridiane rechtwinkelig schneidet. Ein solchervon der Erde beobachteter Ring bewährt sich als eine Bogen-Erscheinung, deren scheinbarerGipfel immer im magnetischen Meridian des Ortes sich befindet. Hansteen (Kaemtz,Meteorologie).

Dagegen sagt B ra va is, dass tausend störende Ursachen verhindern können, dass der Bogen sichvertical auf dem magnetischen Meridian der Erde ordne und den magnetischen Nord-Pol als Centrom an-nehme. Der geometrische Centralpunkt des absoluten Ortes des Bogens kann mit näher oder weitergelegenen Punkten der Erdoberfläche oder mit mehr östlich oder westlich gelegenen Punkten correspon-direu. Das N. L. kann selbst keine Regelmässigkeit darstellen und nur am Himmel eine wellenförmigeCurve bilden. (Anr. hör. S. 484.)

Wenn der Theil der Erdatmosphäre über der Horizontalebene des Beobachters durch eine grosseAnzahl von selbsthestehcnden Strahlen eingenommen wird, welche alle unter sich, so wie auch derRichtung der magnetischen Inclinationsnadel parallel sind, so wird sich, nach der Regel der Perspective,ein Culminationspunkt bilden, gegen welcheu alle Strahlen parallel convergiren werden und welcher durchdas Zusammentreffen der Himmelssphäre mit der engen Sehlinie der Augen des Beobachters parallel mitder Inclinationsnadel bestimmt wird; diesen Punkt des Zusammentreffens nennt msn magnetischen Zenith.Daher stammt die grobe Erscheinung des H. L. als Krone mit Strahlen. (Bravais, S. 502.)

Wenn eine beständige optische Ursache immer in den magnetischen Zenith den Centralpunkt der Strahlen-Coavergenz bringt, so ist dies nicht mehr der Fall für das Centrum seines Bildes, oder für den Mittel-punkt der Schwere des Lichtsectors, welcher eine unvollständige Krone bildet. Dieses Centrumkann jeden Ort in der Himmelshemisphäre cinnehmen , nichts steht dagegen , dass zwei von einanderziemlich entfernte Beobachter dieses im selben Augenblicke unter convergirenden Sehlinien beob-achten. (Bravais, S. 512.)

Gewisse einzelne Strahlen oder Strahlenbündel des N. L. höher als der N. L. Bogen , oderselbst in dem untern dunklen Segment erklärt sich Ilr. Hansteen als von der Erde ausser dem N. L.Kreise um den magnetischen Pol herausgeschossene Strahlen, welche nach der Verschiedenartigkeit dieserGegenden und der Stellung des Beobachters diese oder jene Erscheinung hervorrufen. (N. Mem. Ac.Bruxell. 1847. B. 20, S. 120.)