Nach obiger Zusammenstellung hat sich nun dieAllgäuer Rasse als die nutzbarste erwiesen, natür-lich im Verhältniß zu der Größe der Thiere undder verzehrten Futtermenge.
Die Egerländer Rasse, die ich hier zu»,erstenmal rein gezüchtet traf, ist braunroth mit hellenRingen um Maul und Augen. Als Euriosität sagteman mir, ihre Milch scheine roth und selbst diedaraus gefertigte Käse habe diese Farbe. Sie stehthinsichtlich des Milchertrags den Allgäuern nachWenn man aber berücksichtigt, daß ihre Milch dieder andern Stämme an Qualität übertrifft, und sieweniger als die Allgäuer, weniger als dieSchweizer an Futter consumiren, so ergibt sich doch vonihnen ein Ertrag, der nur dem der Allgäuer nachsteht,Zur Mästung eignet sich dieser Schlag ganz be-sonders, er setzt zwar weniger Talg an, gibt aberdafür sehr schönes mit Fett durchwachsenes FleischDurch zweckmäßige Auswahl der Zuchtthiere undangemessene Pflege ist dieser Stamm zu ansehnlicherGröße und Schönheit gebracht worden, so daß scheuStücke von 1200 Pfund lebendem Gewicht ausge-schlachtet an Fleisch und Talg 615 Pfd. wiegend,vorgekommen sind. Anch die davon gezogenen Ochsensind lebhaft und arbeitsam. Ueberhaupt ist die Rassein der Umgegend und namentlich im Altcnburgischeubeliebt.
Der dritte, in Rüdigsdorf stehende, Staun»sind Schweizerschecken vorn Deiner Oberland,ausgezeichnet groß und schön, allein wie überall, i»minderem Grade milchergiebig und schwer zu mästen,indessen zur Kreutzung mit Landvieh sich sehr eignend.