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Tagebuch über eine mit besonderer Beziehung auf Landwirthschaft unternommene Reise durch Bayern, Sachsen-Altenburg, Königr. Sachsen, Böhmen, Mähren und Oestreich / von Albert Holland
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Oberländer Schecken. Obgleich wir den durch keimZahlen belegten Milchreichthum dieses Schlags neckandern Erfahrungen etwas bezweifeln, so sind wirdoch mit dem schönen Erträgniß daraus durch Zucht-vieh-Verkauf ganz einverstanden. Die Kälber ver-lassen mit 7 Wochen die Mutter. Tägliche Heu-werthpvrtion 28 Pfund per Stück. Für 30 Melk-kühe, 20 25 Stück Jungvieh werden 3 Kuhwärtergehalten, die zusammen 90 Thaler (157 fl. 30 kr.)Lohn und freie Kost haben.

Die Zugkräfte bestehen in 2628 Stück Pferden,aus ein Paar Pferde wird ein Knecht mit 31 Thaler(54 fl. 15 kr.) Lohn und freie Kost gehalten.

Die Schweinezucht wird in ausgedehnteremMaße mit etwa 50 Stücken betrieben, wozu dieBrauerei und Molkerei das Futter liefert. Bet derhier Statt findenden regelmäßigen Pflege durch einebesondere Magd rechnet man auf ein Mutterschweinbei zweimaligem Ferkeln 30 Thaler (52 fl. 30 kr>)Ertrag. Den Dung lobt man sehr für den Hopfen-garten.

Neben dem eigentlichen landwirthschaftlichcn Uni-trieb bilden aber die technischen Gewerbe hier dieHauptzweige des Betriebs. Diese bestehen in einerder großartigsten Brauereien Sachsens , deren welt-berühmtes Bier nach bayerischer Methode gebrautwird, und wirklich durch gute Beschaffenheit seinenRuf verdient. Zunächst dieser Brauerei liegt die nichtminder großartige Ziegelei, welche 4 Ocfen und 6Trockenscheuncn hat. Wenn man auch die ArmuthNorddeutschlands an Bausteinen, deren Surrogat meistgebrannte Backsteine abgeben, in Rechnung zieht,