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eine Lücke bauchte. Während hier Gesang undPredigt so schnell als möglich abgemacht wird undcs oft scheint,, als habe Geistlicher und Zuhörer nurEinen Zweck — den, bald die Kirche zu verlassen,rrägt der sächsische Gottesdienst der äußerlichen Ver-ehrung des Allerhöchsten mehr Rechnung und sorg«,daß Gemüth und Seele zum Empfang der Lehredurch erhebende Wechsel-Gesänge, feierliche Gebete rc>mehr vorbereitet und empfänglicher gemacht werden.
Auf meiner Tour durch die Stadt machten sichmir das Augusteum, die Bürgerschule, der Johanms-Gottesacker, das französische Caffeehaus mit seinemComfort besonders bemerklich und noch jetzt bietetAuerbach's Keller dem dürstenden Musensohnseinen Labetrunk. Da ist noch neben einem Mem-bran d'schen Meisterwerk in Lxur» zu sehen, wieder arge Schwarzkünstler Faust diese heilige Hallen,auf einem Fasse reitend, verließ.
Des Nachmittags besah ich mir den Gerh ari-schen Garten. Unter den vielen Mausoleen, chinesi-schen Thürmen rc., die er besitzt, birgt ein kleinesHäuschen die Reliquien des am 19. Oktober 1813hier in der Elster ertrunkenen Fürsten Ponia-towski. Alles, was man in dem kleinen Raumsieht, trägt seinen Namen und sein Bild, selbst dieStickerei des Stuhl-Polsters ist bestimmt, es demMüden zu beweisen. — Nunmehr folgte ich demZug der Menschen in's Rosenthal, wo sich dieLeipziger Welt an Schnaps, Caffee und Eis erholte,ein mir neues Seitenstück zu unsern Volksgärten.Im Theater wurde Abends Göthe's Egmont ge-geben.