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Tagebuch über eine mit besonderer Beziehung auf Landwirthschaft unternommene Reise durch Bayern, Sachsen-Altenburg, Königr. Sachsen, Böhmen, Mähren und Oestreich / von Albert Holland
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Montag, den 26 . August.

«urtzm. Vbcrcommissär Sulz er. Nitchwitz. Vschatz.Gutsbksttzcr Gadkgast.

Zwischen Leipzig und Dresden gehen täglich>1 Eisenbahnzüge, 2 für Personen und 2 Güterzüge,welchen letztern aber auch einige Personenwagenangehängt sind. Mit zweckmäßiger Benützung dieserCurse legte ich nun den 15 >4 Meilen langen Wegnach Dresden am heutigen Tage zurück und hatteuebstdem, daß ich Abends 8 Uhr in Dresden war,eine Zeit von beinahe 11 Stunden übrig, um dieam Wege liegenden, mir empfohlenen Güter zusehen.

Auf der ersten Station, in dem StädtchenWurtzen, war ich an Hr. Obercommissär Sulzcradressirt und fand in ihm einen gefälligen, wohl-unterrichteten Mann. Bei dem Bonitirungs-Geschäft,das er eben besorgte, begleiteten ihn als Praktikanten2 Russen, frühere Candidaten der HohenheimcrAnstalt.

! Herr Sulz er wies mich nach dem '/«Stundenseitwärts an der Mulde liegenden Gute des Baronv> Ritzende rg, Nischwitz, berühmt durch seineSchäferei. Der dortige Inspektor Herr Müller,i führte mich herum, der Baron selbst war nicht zu-gänglich. Das Gut hat 1000 berl. Morg. (810württ. Morgen) Ackerland, 300 berl. Morgen(213 würt. M.) Wiesen und ernährt 2400 StückSchafe, 76 Stück Rindvieh, 50 Schweine und einegroße Menge Geflügel. Bei den Gebäulichkeiten