aus bestimmten Familien von eben so verschieden-artigem Wollcharakter, so daß diese aus einer homo-genen Paarung hervorgegangenen Thiere sich auchconstant vererben müssen, was bei Thieren, denenein solcher Charakter durch eine zu heterogene Paa-rung nur angekünstelt ist, nie der Fall seyn kann.Was die äußere Haltung der 1000 Köpfe starkenHeerde, von der jährlich 400 Mütter, die jüngstenB/, Jahre alt, zum Bock gelassen werden, betrifft,so steht sie darin der Lcitewitzcr ganz gleich, undübertrifft sie wohl noch etwas in Hinsicht der Fein-de»; auch die Figuren sind mir hier noch größervorgekommen, namentlich die der Sprungböcke, unterdenen ich so colossale Gestalten gefunden, daß ichnicht nöthig hatte mich zu bücken, um Widerristund Rücken der auf ebener Erde stehenden Thierezu besehen. Von hohem Talent des Züchters zeugtes, daß es ihm gelungen ist, bei diesen ausge-zeichneten großen und kräftigen Gestalten, die hohegemheit zu erzielen, die seine Heerde in den meistenThieren zeigt.
Bei den vorstehend geschilderten Züchtungs-ltzrundsätzen ist es natürlich, daß sich sowohl unterden Müttern als Böcken Thiere mit verschieden-artigem Wollcharakter finden; allein es sind nicht»ur die einzelnen Thiere in sich sehr ausgeglichen,mit ausgezeichnet schönem Widerrist, Keule undWolfsbiß, schönem Stapel und meistens dicht be-setzten Seiten und Bauch, sondern auch die Familienzeigen durchweg den verlangten Wollcharakter. Wowir in diesen Familien nach Wollreichthum gezüchtetwar, da zeigte sich der sogenannte Jnfantado-Charakter,