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Tagebuch über eine mit besonderer Beziehung auf Landwirthschaft unternommene Reise durch Bayern, Sachsen-Altenburg, Königr. Sachsen, Böhmen, Mähren und Oestreich / von Albert Holland
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sowohl in der Wollbildung, als in der äußernForm des Thieres, wo dagegen nach hochfeiner undmilder Wolle gezüchtet und Wollenreichthum nichtbevorzugt war, da trat der sogenannte Elektoral-charakter deutlich hervor. Unter den zweijährigenMüttern fand ich ausgezeichnet schöne, reichwolligeund überall gut besetzte Thiere. Auch die Jährlinge,Mütter sowohl als Böcke waren sehr schön undausgezeichnet gehalten. Die Lämmer waren zuniTheil sehr faltig mit gut besetzten und zum übrigenKörper paffenden Köpfen, doch fanden sich auchThiere ohne Falten, mit runden glatten Hälsen,wie es die erwähnten Züchtungs-Principien mit sichbringen."

Sämmtliche Stallungen sind groß, sehr hellund geräumig, die schönsten Schafstallungen, dieich je sah: Licht und Luft hält Herr Gadegasifür Hauptbesörderer bei der Schafzucht, daher auchdie Bockställe auf erhöhtem, geplättetem Bodenäusserst nett und geräumig angebracht sind, wahrlichein anderes Bild als die finstern engen Kauen,in welchen die Nischwitzer Stammhalter verstecksind. Die Raufen sind viereckig. Herr Gadegasihält dafür die Lämmer kommen zu lassen, wennman das meiste Futter hat und dies ist bei ihm iinMonat April; er führte deßhalb die Sommerlanununznicht ein, weil seine Brachfelder diese nicht unterstützenwürden. Gleich den meisten sächsischen Schäfereienvon Namen bringt er seine Wolle nicht auf denMarkt, da sie gewöhnlich schon vorher verstellt ist,ein Vortheil, den unsere süddeutsche, hochfeine Schäfe-reien sehr vermissen. Hält es bei Letztem, trotz