72
6 Zoll sogleich todter Gruß und eisenhaltiges'Ge-stein kommt, lassen keinen sehr angreifenden Frucht-wechsel zu, und doch soll eine große Masse Kar-toffeln für die stark betriebene Brennerei gebautwerden. Der Besitzer griff daher zu einem 2l>jährigen Umlauf nach den Grundsätzen des englische»Fruchtwechsels und baut:
Kartoffeln.
2) Sommer - Roggen, Haber oder Gerste.(Letztere geräth hier nicht besonders.)
3, Weide mit verschiedenen reinen
4j Gräsern, namentlich Lieschgras, Honig-gras, auch ein Schlag mit Klee.
5) Winter-Roggen.
6) Wieder Kartoffeln.
7) Wieder Sommer-Roggen, und so auf dieGrundlage der ersten fünf Jahren fort,bis zu 20 Jahren.
Zu den Hackfrüchten wird eine starke Düngung,zum Roggen, der in die Grasnarbe gesäet wirb,eine halbe Düngung gegeben. Als Dungsurrogat >brachte Herr Oekonomierath Geier früher in !
großem Maßstab das Knochenmehl in Anwendung,und ist nunmehr zum Guano übergegangen. Dabeibeobachtet er folgendes Verfahren: der Guanowird mit Erde in der Art gemischt, daß dem Raumnach Guano und ^ Erde zusammen kommen.
Auf sachs. Acker werden 2'/^ Centner (auf 1
württ. Morg. 286 Pfund) Guano gerechnet, undes trifft bei 7040 Stück Kartoffeln per Acker auf1 Stock '/z Dresdener Kanne ('H württ. Schoppen)des Gemisches. Der Guano wird beim Stecken