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Tagebuch über eine mit besonderer Beziehung auf Landwirthschaft unternommene Reise durch Bayern, Sachsen-Altenburg, Königr. Sachsen, Böhmen, Mähren und Oestreich / von Albert Holland
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in die Gruben der Kartoffeln geschüttet, beimRoggen kommt er vor die Saatfurche, wird aberhier, um den Rasen nicht wieder herauszubringen,nur oberflächlich eingeeggt. Wie ich schon gesagthabe, wird der Guano von Herrn Geier nichtblos versuchsweise, sondern in Masse auf seinemFelde angewendet und er versicherte mir seine volleZufriedenheit damit. In der That sah ich auchhier ein merkwürdig üppiges Kartoffelkraut, dasdurch Guano erzeugt war, während auf dem glei-chen Stück Malzkeime und sonstige Reizmittel nichtden gleichen Erfolg hatten. Gewiß dankbar würdeman es erkennen, wenn Herr Oekonomierath Geierauch das Erndteergebniß dem größern landwirthschaftli-chen Publikum bekannt machte, um zu erfahren, ob derGuano eben so stark auf Knollen-Vermehrung wirkte,nie auf die Kraut-Entwicklung.

Der reine Grassamen, namentlich zur Wieder-Aussaat, wird auf dem Felde erzeugt und da-durch mancher schöne Kreuzer erspart. Auf densächs. Acker rechnet man 4 Metzen sauf 1 württ.Vivrg. nahe zu ^ Sri.) Samen als Durchschnitts-Ertrag. Dem Stroh davon wird hier der Werth desWiesmheus beigelegt. Als Beweis der Aufmerk-samkeit des Herrn Besitzers erlaube ich mir einena» sich geringfügigen Umstand anzuführen, deraber manchen Landwirth behutsamer machen dürfte.Zn der Regel mißrietst der rothe Klee bei frühersaat in Langcnrinne, wenn er im Ansaat-Jahrrocht schon und üppig stand, wollte er imRutzuugs-Jahr durchaus nicht vorwärts. Beinäherer Untersuchung stellte sich als Grund die

Tagebuch. 4