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Tagebuch über eine mit besonderer Beziehung auf Landwirthschaft unternommene Reise durch Bayern, Sachsen-Altenburg, Königr. Sachsen, Böhmen, Mähren und Oestreich / von Albert Holland
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seichte Krumme heraus, nach deren Durchbrechungden üppigen Wurzeln die Nahrung plötzlichmangelte, ein leichtes Heilmittel fand man daherin einer spätern Saat. Eine Fläche von 80 Morg.Wiesen an der Mulde war früher ihrer schlechtenBeschaffenheit wegen,' mittelst Unterdreins demPflug anheim gegeben. Nun, daH ein Stollen desBergbaus die Bewässerung ermöglicht, griff HerrGeier sogleich zum Nivellir-Jnstrument und hatjetzt eine herrliche Kunstwiese nach der Lokalitätmit Rücken- und Hangbau daraus gemacht. Fürdie Graswüchsigkeit des Landes spricht die schnelleBerasung desselben, die nach einem Roggenschnitiobne irgend eine Samensaat sich herausstellte.

Die Schafheerde in 500 Stück bestehend, istsein, man zahlt per Stein Wolle 19 Thalertper 104 Pfd. 157 fl.). Der Besitzer lobt ihreReichwolligkeit. Der Rindviehstand, obgleich g»tgehalten und rationell gezüchtet, wollte mir inVergleich mit dem meiner Heimath nicht rechtgefallen.

Gerne hätte ich, nachdem wir nunmehr mitder Besichtigung des ganzen geordneten Betriebesfertig waren, mit einem der hiesigen Praktikanten dieRolle gewechselt, um den ruhigen geordneten Gangdieser Musterwirthschaft längere Zeit mit anzusehenund unter den Augen eines so bewährten Praktikersjene Thätigkeit mir anzueignen, welche ich durch-gängig die sächsischen großem Landwirthe entwickelnsah. Namentlich bemerkte ich auch hier, wie gutdie Landwirthe rechnen, wenn sie das Betriebs-Capital möglichst vermehren, denn Letzteres wirft,