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Mit gerechtem Stolze führte mich Herr Dr. Reun,an die schönste Parthie des Gartens, den Königs-platz. Hier erblickt man unter sich das um denBerg sich wie ein Bach herumschlängelnde StädtchenTharandt mit seinem wunderlichen Charakter. Ichmöchte ihn mit einem Thal am Fuße der württb. Alpvergleichen, dem aber das Großartige eines Schwarz-wald - Einschnitts beigemischt ist. Gerne glaubteich der Versicherung meines Führers „hier ist gutseyn."
Vom Forstgarten führt ein hübscher Weg in einSeitenthälchen nach den heiligen Hallen, einemherrlichen Buchenwald , unter dessen Schatten aucheine andere Brust, als die eines Forstmanns, höherschlägt. Ich stieg nun ins Thal hinab, ließ dasBad und die Kaltwasseranstalt rechts, die malerischeRuine links und kam an das Hans des erstenDirectors der hiesigen Academie, Oberforstrath Hein-rich Cotta , dem Stifter und 58sährigen, treuenLeiter der Forstacademie, mit der erst im Jahre 1830unter Schweißers Direktion die landwirthschaftlicheAnstalt verbunden ward. Die schwere Krankheit, anwelcher Herr Oberforstrath Cotta gegenwärtig darnie-derliegt, hinderte mich, ihm den Tribut meiner Vereh-rung zu bringen *).
') Anmerkung. Er wurde den 25. Oktober 1844 einOpfer dieser Krankheit. Ein Correspondent der Leipzig «Zeitung gibt den Nekrolog des dahingeschiedenen Veteranenmit folgenden Worten: „Aus Sachsen . Durch das am25. Oktober erfolgte Ableben des K. Geh. OberforstrathsHeinrich Cotta hat das Vaterland einen seiner ausgezeich-neteren Männer verloren. Cotta wurde im Iah»