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Tagebuch über eine mit besonderer Beziehung auf Landwirthschaft unternommene Reise durch Bayern, Sachsen-Altenburg, Königr. Sachsen, Böhmen, Mähren und Oestreich / von Albert Holland
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Das Cotta'sche Wohnhaus ist ein königlichesGebäude und enthält einige Hörsäle, indessen denkeman sich nicht unter der hiesigen Academie ein ge-schlossenes Gebäude wie etwa Hohenheim . Es ist

1763 indem Sachsen-Eisenach 'schen Antheile von Henne-berg, unweit Meiningen , in einem einsamen Jagd-hanse, die kleine Zillbach genannt, geboren. Sein Vaterwar damals Unterförster, später aber rückte er, seineranerkannten Geschicklichkeit und Redlichkeit wegen, zuhöher» Stellen auf und verwaltete zulezt eine Ober-forstmeisterei bei Weimar , wo er zugleich als Mitgliedder dortigen Kammer snngirte. Die Bernfsgeschäste desVaters erweckten des Sohnes Liebe zum Forstwesen, undführten diesen frühzeitig den Beschäftigungen im Walde zu.Nachdem Cotta die Universität zu Jena in den Jahren1784 und 1785 besuchte, unternahm er geometrische Ar-beiten, wobei er mehrere junge Leute in der praktischenMeßkunde unterrichtete, woran sich später der Unterrichtim Forstwesen reihte. Auf diese Weise entstand die Forst -lehranstalt zu Zillbach , welcher Cotta zuletzt alsForstmeister und Mitglied der Kammer zu Eisenach vor-stand. Das große Ansehen, das sich diese Lehranstaltmit Recht erworben, und die ausgezeichneten literarischenLeistungen Cotta's waren die Veranlassung, daß erim Jahre 1811 den Ruf nach Sachsen erhielt, um dieDirektion über die beabsichtigte Vermessung und Betriebs-regulirung der Landesforsten zu übernehmen und zugleichseinLehrinstitut nach Tharandt zu verpflanzen. Im Jahr1816 wurde dieses Institut, um dessen Eristenz auch fürdie Folgezeit zu sichern, auf Ansuchen Cotta's zu einerK. Academie erhoben, mit welcher im Jahre 1829, unterder speciellen Leitung des in der ökonomischen Welt ausgezeich-neten Dr. Schweißer, zugleich eine landwirthschaftlicheLehranstalt verbunden wurde. Sowohl als erster Directordieser vereinigten Lehranstalt, so wie als Begründer einerrationellen Bewirthschastung der Landesforstenhat Cotta sich hohe Verdienste um das Vaterland er-worben. Seine Lehre, seine Wirksamkeit und die durchihn gebildeten Forstmänner, haben das vaterländischeForstwesen auf einen, auch im Auslande anerkannten, den