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Tagebuch über eine mit besonderer Beziehung auf Landwirthschaft unternommene Reise durch Bayern, Sachsen-Altenburg, Königr. Sachsen, Böhmen, Mähren und Oestreich / von Albert Holland
Entstehung
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hier eine andere Einrichtung. Die Academisten woh-nen in Pnvathäuscrn zur Miethe, fast jeder Pro-fessor hat in seinem Wohnhaus seinen eigenen Hvr-saal. Der für die botanische Vorlesungen steht inForm eines Schweizerhauses im botanischen Garten,und gibt zwar seine heitere Mitteletage derWissenschaft ab, dagegen ist sein Souterrain unddie Bühne der Praris, d. h. zur Aufbewahrungder Wurzelgewächse und Sämereien, zum Samenbo-den, um mit Hohenheimer Worten zu reden, bestimmt.

In Tharandt traf ich einen frühern Hvhen-heimer, Herrn v. Brenken und brachte mit ihmeinige vergnügte Stunden zu. Ehe ich aber nunvon diesem Ort scheide, entnehme ich dem erstenJahrgang des von den hiesigen Lehrern herausge-gebenen landwirthschaftlichen Jahrbuchs über dieAnstalt noch folgende Nachrichten in Betreff der Auf-nahmebedingungen und der Vorlesungen, die hiergehalten werden.

Es liest nämlich:

Der erste Director, Oberforstrath Heinrich Cotta :

Begründer hochehrenden Standpunkt erhoben, und dieNachwelt wird dankbar seinen Namen nennen, wenn siedleFrüchte seines Wirkens genießt. Durch die große Zeitder von ihm gebildeten Schüler aus den verschiedenstenTheilen unseres Erdtheils und durch den großen Werthseiner Schriften hat er fast für alle Länder Europas segensreich gewirkt. Seine Werke sind in mehrere Sprachenübersetzt worden, und von Spanien bis an Asiens Gränze»sammelten sich die Zuhörer um seinen Lehrstuhl. Gleich-wie Cotta als Forstmann den Geist der Forstwelt ge-nährt und unwiderstehlich an sich gefesselt, so hat er auch dieGemüther der Menschen durch seine Biederkeit, seine Mildeund Liebenswürdigkeit gewonnen "